Vom 19. bis 22. Juli fanden in diesem Jahr die alljährlichen Prager Folkloretage statt. Eines der größten internationalen Folklorefestivals in Europa. 50 Gruppen aus der ganzen Welt trafen sich in Prag um der historische Metropole im Herzen von Europa für 4 Tage ein spezielles Ambiente zu bieten. So kamen Gruppen aus Estland, Belgien, Österreich, Dänemark, Portugal, Spanien, der Slowakei und sogar aus Taiwan und China sowie erstmalig auch eine Gruppe aus Australien nach Prag. Der Folklorekreis Gütersloh wollte da nicht fehlen. So ging es am Donnerstag in der Frühe mit dem Reisebus der Firma Wittler in Richtung Süd-Osten.

Ein vorerst jähes Ende nahm die Reise als es auf der A38 hinter Nordhausen zur Vollsperrung der Autobahn kam. Die Aussicht auf ein schnelles Weiterkommen und die Einhaltung des Terminplans waren rasch verflogen.

Was für eine Premiere war es da, auf der Autobahn Doudlesbka Polka und Fröhlicher Kreis zu tanzen. Wie man sich vorstellen kann, sehr zur Abwechslung der anderen Stauteilnehmer. Nach 3 ½ Stunden Warten, ging es dann endlich weiter in Richtung Dresden und zur tschechischen Grenze. Wohl erhalten kamen alle, ein wenig verspätet,  im Hotel Ramada direkt am Wenzels Platz in der Innenstadt von Prag an. Am nächsten Tag um 10:30 Uhr waren Delegationen von allen teilnehmenden Gruppen zum offiziellen Empfang ins historische Rathaus von Prag eingeladen worden. Eine Geste, die bei allen Folklorebegeisterten als sehr positiv empfunden wurde. Eine Wertschätzung der heimischen Kultur, die in unserer Region leider verloren gegangen zu sein scheint.

Um 13:20 Uhr stand auf der Malostranské námesti Bühne, auf der anderen Moldau Seite, der erste Auftritt der mitgebrachten Tanzfolgen auf dem Programm. Die Tänze aus der ostwestfälischen Heimat kamen beim Publikum begeisternd an. So wurde den Tänzern und Musikern mit viel Applaus und sogar Glockenklang (durch die Schweizer Teilnehmer) gedankt.

Nach einer kurzen Verschnaufpause und das Frischmachen im Hotel ging es am Abend nach dem Abendessen, ins „IMAGE BLACK LIGHT THEATRE“. Dem Publikum wurde eine Vorstellung in lichttechnischer Perfektion geboten. 1 ½ Stunden wurden die Zuschauer ins ferne Afrika entführt, wo auch ein vermeintlicher Postbote als verkleideter Portier vom Hotel Africa, seine liebe Mühe mit einem nicht ganz perfekten Paar hatte.

Am Samstag stand ein großer Festumzug auf dem Programm. Pünktlich um 9:30 Uhr traf man sich auf dem Prager Altstadtring, einem großen Platz vor der Rathaus der Stadt. Es war noch viel Zeit für viele schöne Fotos mit Teilnehmern anderer Gruppen. Spaß pur, konnte man dazu nur sagen, wie auch die vielen Aufnahmen wiederspiegeln.

Um 10:30 Uhr machte sich ein bunter Zug von über 50 Folklore- und Trachtengruppen auf den Weg durch die Prager City. Ein sehr dankbares Publikum stand am Straßenrand. Applaus und Bravorufe waren keine Seltenheit. Ein immer wieder erfreuliches Gefühl für die Mitglieder vom Folklorekreis Gütersloh.

Nach einer kurzen Pause war der zweite Auftritt um 14:00 Uhr auf der Rudolfinem Bühne am Ufer der Moldau geplant. Auch dieses Programm aus dem Repertoire der Gütersloher Gruppe kam sehr gut beim Publikum an. Immer wieder ein Highlight ist der Krüz König am Ende des letzten Blocks.

Damit die Tänzerinnen und Tänzer sowie die Musikerinnen und Musiker aus Gütersloh ein paar mehr Informationen über Prag erhalten, beschloss man, mit einer touristischen Sightseeing-Bahn eine Stadtrundfahrt zu machen. Abfahrt war um 17:30 Uhr am bereits bekannten Altstadtring. Reichlich durchgeschüttelt ging die Fahrt durch drei von vier Prager Stadtteile. Unter anderem natürlich auch auf den Burg Berg auf der anderen Uferseite der Moldau. Sehr langsam krackselte die kleine Bahn die engen Gassen zum Berg Hradschin hinauf. Vorbei an der spektakulären Prager Burg, der St. Vitus Cathedrale, St. Georgis Basilika und Golden Lane.

Am Abend war ein gemeinsames Abendessen mit allen anderen teilnehmenden Gruppen geplant. Also machten sich die Akteure vom Folklorekreis Gütersloh, wie gewünscht wurde, in Tracht auf den Weg vom Hotel in das typische tschechische „U Fleku Restaurant“.

Sicherlich von den Organisatoren eine gut gemeinte Idee. Allerdings stellten die Ostwestfalen schnell fest, dass sie die einzige Gruppe in Tracht waren und die Wartezeit auf Getränke und Essen unter Umständen eine Geduldssache sein kann. Fazit: In Punkto Service und vor allem Freundlichkeit haben die Prager Gastronomen noch einiges zu lernen. So waren alle Gütersloher der Meinung, dass man auf dieses gemeinsame Abendessen hätte gerne verzichten können. Nach einem leckeren Frühstück im Ramada Hotel am nächsten Morgen trat man wieder die Heimreise an. Es soll Folkloristen geben, die bekommen nie genug. So wurde dem Busfahrer Johannes auf einem Rastplatz das Fliegen der Damen gezeigt.

Kurz nach 20:00 Uhr traf man wieder am Ausgangspunkt der Reise in Sennestadt an. Nachdem alle ihr Gepäck umgeladen hatten, freuten sich alle auf einen gemütlichen Rest-Sonntag-Abend auf dem Sofa.

Pünktlich um 8:00 Uhr am Sonntag, den 20. Mai 2018 machten sich einige Mitglieder vom Folklorekreis Gütersloh auf den Weg zum Flughafen Hannover. Die Stimmung war gut und die Erwartung auf das, was da kommen mag, hoch. Die Dame am Check-In-Schalter staunte nicht schlecht, als 16 Personen gleichzeitig mit ihren Koffern und Instrumenten einchecken wollten. Natürlich war dies kein Problem für die freundliche Mitarbeiterin von Eurowings.

Wie geplant, waren alle Passagiere pünktlich in der Luft. „Griechenland wir kommen!“ Um 16:15 Uhr, griechischer Zeit, landete das Flugzeug auf dem Flughafen von Thessaloniki. Ein von der EAFF (European Association of Folklore Festivals) organisierter Kleinbus, mit Fahrer Kostas, stand zum Empfang und Weitertransport bereit. Nach 1.1/2 Stunden standen die Tänzer und Musiker vor ihrem Hotel, dem Dafni Plus in Leptokarya. Ein kleiner Urlaubsort direkt an der griechischen Ostküste. In den geräumigen und sehr hübsch gestalteten Zimmern fühlten sich die neuen Gäste sehr schnell wohl. Ein sehr freundlich geführtes Familienhotel.

Am nächsten Tag, nach einem leckeren Frühstück, ging es auf eine Erkundungstour innerhalb des Ortes. Wie bereits erwähnt, ist Leptokarya ein kleiner touristischer Badeort am Mittelmeer. Unterhalb der Bahnlinie zwischen Thessaloniki im Norden und Larissa im Süden, erstreckt sich der Ort zum sandigen Strand. Oberhalb der Bahnlinie, das ursprüngliche Dorf unterhalb des Olymps. Bei einem Besuch im Olimbos Museum, Olimbos ist der griechische Name vom Olymp,  wurden den Besuchern bei einem sehr informativen Vortrag die seltenen Stein- und Fossilienfunde aus der Region gezeigt sowie Geschichten aus der griechischen Mythologie und Sagenwelt erzählt.

Auch ein Strandspaziergang durfte an diesem schönen und sonnigen Tag nicht fehlen. Nach einem typischen griechischen Abendessen, entschlossen sich die Tänzerinnen und Tänzer spontan ein wenig zu tanzen. Was eignete sich dafür besser als die vorhandene Straße vor dem Hotel. Die Musiker und Musikerinnen platzierten sich zwischen zwei parkenden Autos und die Straße wurde als Tanzfläche entfremdet. Für die anderen Gäste, zwei Busse mit Schülern aus Polen, sowie für die Hotelangestellten, war dies eine willkommene Abwechslung.

Am Dienstag stand dann der erste gemeinsame Ausflug auf dem Programm. Mit dem Zug ging es nach Thessaloniki. Dem Hauptwirtschaftszentrum von Nordgriechenland. In der ca. 440.000 Einwohner-Stadt pulsiert das Leben. Auf dem landestypischen Basar, mit seinen vielen Fisch- und Fleischständen, sowie Obst- und Gemüse Händlern wurden lautstark die Waren angeboten. Eine längst vergessene Atmosphäre für die angereisten Deutschen. Am Kai entlang, an vielen Bars und Restaurants, ging es gemütlich zum Wahrzeichen der großen Metropole. Der „Weiße Turm“, in frühen Jahren als Wehrturm genutzt und später als Gefängnis. Heute ist er als Museum umgebaut. Bei dem Denkmal „Alexander der Große“, dem wohl bekanntesten Makedonier, stellte man sich zum Gruppenfoto auf. Ein Höhepunkt des Tages war sicherlich der Besuch des Fernsehturms. In dessen Kuppel befindet sich ein Cafe, deren Boden sich innerhalb einer Stunde einmal komplett dreht. So war die Aussicht  über Thessaloniki ein willkommenes Erlebnis.

Auf Grund der fortgeschrittenen Zeit, machten sich die Mitglieder vom Folklorekreis Gütersloh zu Fuß auf den Weg zum Bahnhof. Unterwegs war noch Zeit für eine kurze Besichtigung  von „Agios Johannis“ einer orthodoxen Kirche aus alter Zeit. Nach einer Fahrzeit von etwa einer Stunde, hielt der Zug wieder auf dem Bahnhof von Leptokarya an und alle vielen nach einem schönen, aber auch anstrengenden Tag, verdient ins Bett. Mittwoch war der Tag, an dem jeder Zeit zur freien Verfügung hatte. Die einen genossen die herrliche Sonne am Stand und das angenehme Bad im Mittelmeer. Wieder andere schlenderten entlang der Küste. Und wieder andere bummelten durch das Dorf um zu shoppen.

Am frühen Abend trafen die beiden Organisatoren des Festivals, Milo und Sasa aus Belgrad, am Hotel ein. Tage zu vor, war den Mitgliedern vom Folklorekreis Gütersloh schon klar, dass sicherlich keine weiteren ausländischen Gruppen zum Festival gekommen waren. Iranische und algerische Gruppen hatten kein Visum erhalten. Jeweils eine Gruppe aus Kanada und Indien hatten absagen müssen. Der Folklorekreis Gütersloh wäre nicht der Folklorekreis wenn dies ein Problem für die Gruppenmitglieder gewesen wäre. Die Planung für den nächsten Tag stand bereits fest und der Vorstand machte sich am Abend auf den Weg, um auch für die darauf folgenden Tage etwas zu organisieren. Die Organisatoren von EAFF (European Association of Folklore Festivals) staunten nicht schlecht über die spontane und bereits vorhandene Planung. Am Donnerstag wurden pünktlich um 9:00 Uhr die reservierten Autos abgeholt und sich auf den Weg, ins Landesinnere, nach Nea Filadelfia gemacht. Ein kleines typisches Dorf, nicht weit von Thessaloniki. Ein Gegensatz zu den Urlaubsorten direkt am Meer. Bei einem Dorfrundgang und einem privaten Besuch, konnte jeder einmal hinter die Kulissen schauen und einen Einblick von dem normalen Leben der Griechen erhalten. Sicherlich viel Gesprächsstoff für die nächste Zeit.

Leptokarya liegt unterhalb des Olymps. Also war es ein Muss die Götter einmal persönlich zu besuchen. Bei einem strahlend blauen Himmel machten sich am nächsten Tag, die 16 Personen in 4 Mietwagen auf den Weg auf den Olymp. Kurvenreich ist die Straße und so mancher war froh als man auf der Hälfte der Strecke beim Kloster Agia Dionisoss halt machte. Hinter den alten Klostermauern befindet sich in der Mitte eine hübsche Kirche, in deren Inneren eine hervorragende Akustik herrscht. Der Atmosphäre entsprechend, stimmten die Sangesfreudigen ein Kirchenlied an, welches atemberaubend klang.

Weiter ging es zu Fuß auf einem Wald Pfad über eine Brücke zu den nahegelegenen Stromschnellen und Wasserfällen. Glasklares Gebirgswasser bahnte sich den Weg hinunter ins Tal und zum Meer. Eine willkommene Abkühlung für die deutschen Tänzer und Musikanten. Weiter ging es mit dem Auto hinauf in das Gebirge. Noch war die asphaltierte Straße nicht zu ende. Das letzte Stück bis zur endenden Plattform bestand aus Schotterpiste, was sich allerdings nicht als Problem darstellte. Geübt fuhren die Fahrer und Fahrerinnen um die Löcher herum. Oben angekommen, machten sich einige auf den Weg den Berg noch weiter zu erklimmen.

Die nicht so fußstarken Teilnehmer genossen die alpine Aussicht und die Ruhe. Eingebettet von Bergen und Wäldern. Die Frage, ob Zeus und seine Gefährten zu Hause waren, konnte leider nicht beantwortet werden. Keiner vom Folklorekreis Gütersloh hatte den Gipfel erreicht und konnte an der Haustür klingeln. Als Zwischenstopp zum Hotel besuchte man noch das Dorf Litochoro, welches direkt am Fuße des Olymps angesiedelt ist. Bei einem Eis und landestypischen Kuchen ließ man es sich gut gehen. Zurück am Hotel beschlossen einige sich am Strand und Meer zu sonnen. Eine kleine Gruppe nutzte die Gelegenheit zur Besichtigung der Schlucht Tempi, einem Wallfahrtsort, mit der kleinen, im Fels gelegenen Kirche „Agia Paraskewi“. Die Kühle der Schlucht war ein herrliches Pendant zur fasst heißen Luft am Strand.

Knapp 5 km von Leptokarya entfernt liegt das Dorf Platamonas mit seiner Festung am Meer. Auch diese Burg wurde von der kleinen Gruppe auf der Rückfahrt besucht. Pünktlich um 20:00 Uhr waren alle zum Abendessen wieder vereint. Jeder war von dem ereignisreichen Tag begeistert. Der Samstag-Vormittag war für alle wieder zur freien Verfügung. Die einen tätigten ihre Einkäufe für ihre Lieben zu Hause. Andere genossen bei ca. 30 Grad den Strand, das Meer und die Sonne. An diesem Tag gab es das Abendessen bereits um 17:00 Uhr. Um 20:00 Uhr sollte das nationale Festival auf dem Dorfplatz in Leptokarya beginnen. In Griechenland läuft die Zeit ein wenig anders als in Deutschland. Was bei den sommerlichen Temperaturen kein Wunder ist. So begann das Festival erst um 20:30 Uhr. Chöre und Tanzgruppen aus Leptokarya, Litochoro und der Region erfreuten das Publikum und ihre touristischen Gäste mit Musik und Tanz.

Ohne Frage war der Folklorekreis Gütersloh der Exot und Höhepunkt dieser Veranstaltung. Die Walzer- und Polkaklänge waren ein enormer Kontrast zu den griechischen Liedern und Tänzen, die überwiegend im 5/8 und 7/8 Takt gesungen und gespielt wurden. Auffallend war die Gelassenheit der Veranstalter und Bewohner, als Zeus einige Blitze zur Erde schickte und schwarze Wolken aufziehen lies. Wohl weislich dass die Götter sich an Musik und Tanz erfreuen zogen die Wolken an Leptokarya vorbei.

Nach einer absolut gelungenen Proformance gönnte man sich ein Gläschen des griechischen Rebensafts und lies den letzten Abend im Hotel Dafni Plus ausklingen. Am Sonntagmorgen musste man wieder an das Kofferpacken denken. Um 12:00 Uhr sollte der Bus zum Flughafen Thessaloniki bereit stehen. Dieses Mal pünktlich, bestiegen alle nach einem Abschiedsfoto, mit dem Götterberg im Hintergrund, den Bus und ab ging es zum Flughafen.

Um sieben Uhr am Abend landeten alle wieder wohlbehalten auf dem Hannover Flughafen. Zu Hause angekommen, war jeder der Meinung, dass es eine schöne, gelungene Woche im sonnigen Griechenland war. Für den Folklorekreis Gütersloh e.V. wieder ein tolles Erlebnis in seiner langjährigen Geschichte.

In diesem Jahr trafen sich die Mitglieder vom Folklorekreis Gütersloh e.V. in der DjO Bildungsstätte in Himmighausen.  Pünktlich am Freitag um 17:00 Uhr trafen fast alle Tanz- und Musikfreunde in ihrer Unterkunft für zwei Nächte ein. Nach der Bekanntgabe des Programms und einem leckeren Abendessen, starteten alle zu einem außergewöhnlichen Spieleabend. Andrea und Nina hatten sich dafür bestens vorbereitet.

So galt es, für die gebildeten Gruppen, Nummernzettel, die im ganzen Haus verteilt waren, zu finden und danach spezielle Aufgaben zu erfüllen. Auf dem Spielfeld rutschte man dann entsprechend weiter. Natürlich gab es für die Siegergruppe einen entsprechenden Gewinn, von dem am Ende die gesamte Gesellschaft etwas hatte.

Am nächsten Morgen stand dann, wie sollte es anders sein, das Tanzen auf dem Programm. So wurde die neu zusammengestellte „Westfälische Folge“ geübt sowie einige neue Tänze, die von allen Beteiligten gemeinsam erarbeitet wurden. Dazu spielten alle Musikerinnen und Musiker, die komplett zum Gruppenwochenende erschienen waren. Es zeigte sich schnell, wieviel Spaß Musik und Tanz machen kann, wenn man ein gemeinsames Ziel erreichen möchte.

Nach einem köstlichen Mittagessen ging es zum Thema Kultur. Ziel war das, in der Gegend liegende Kloster Corvey in Höxter. Das ehemalige Benediktinerkloster wurde von der UNESCO im Jahr 2014 zum „Weltkulturerbe“ ausgezeichnet. Herr Josef Kowalski erzählte, im Rahmen einer Führung, sehr viel Interessantes über das 1200-jährige Westwerk aus der Zeit Karls des Großen, über die barocke Klosteranlage mit Kaisersaal und Kreuzgang sowie über die Fürstliche Bibliothek des 19. Jahrhunderts, die von Hoffmann von Fallersleben geprägt wurde.

Nach der äußerst interessanten Führung freuten sich alle auf ein gemeinsames Kaffeetrinken, dass spontan in Höxter realisiert wurde. Zurück nach Himmighausen, war bis zum Abendessen ein wenig Zeit zum Relaxen.

Für den Abend wurde ein Besuch bei der Trachtengilde Schwalenberg vereinbart. Der Vorstand beider Gruppen hatte sich bei früheren Begegnungen kennen gelernt und dieses Treffen arrangiert. So fuhren alle Mitglieder vom Folklorekreis Gütersloh von Himmighausen in das nahegelegene Schwalenberg. Ebenfalls zu diesem Treffen waren Mitglieder des „Volkstanzkreis Wewelsburg“ und der „Original Leopoldshöher Volkstanzkreis“ gekommen. Insgesamt ca. 40 Tänzerinnen und Tänzer, wie Musikerinnen und Musiker, tanzten und spielten nach Herzenslust bis zum späten Abend. Gemeinsam wurden Tänze gezeigt und getanzt. Alle waren, zu später Stunde, der Meinung, dass es ein gelungenes Treffen war und sicherlich noch  einmal wiederholt werden sollte.

Spät in der Nacht vielen viele der Gütersloher in ihren erholsamen Schlaf im Wochenendquartier in Himmighausen.  Am Sonntagmorgen wurden die erlernten Tänze vom Vortag noch einmal wiederholt. Schnell konnte man erkennen, dass ein intensives Üben seinen Erfolg hat. Ohne große Schwierigkeiten konnten alle Tänze getanzt werden. Nach dem Mittagessen wurde die Heimreise eingeläutet. Jeder packte zusammen und räumte das Zimmer. Als Resümee kann wohl gesagt werden. Es war wieder einmal ein tolles Gruppenwochenende in der DjO Bildungsstätte in Himmighausen.

Auch zur lieben Weihnachtszeit,
in der Tracht ist man bereit.
Zum Fotoshooting ist doch klar ,
die Bilder für das neue Jahr.
Vor dem Baum in kleiner Gruppe
oder Fotos der ganzen Truppe.
Viele Bilder werden gemacht,
nur wenige schöne haben's geschafft.
Auf der Homepage sind sie zu sehen
oder im Rahmen irgendwo zu stehen.

Geschmaust, gespielt, gesungen, gewichtelt.
Jeder wird neu überrascht,
denn jeder hat was mitgebracht.

Doch eigentlich ist man gekommen,
gemeinsam schön in großer Runde,
bis spät am Abend, zu später Stunde,
zu sagen es war wunderbar,
das alte und vergangene Jahr.

In diesem Sinne freuen wir uns
auf Festivals für alt und jung.
Nach Griechenland  und auch noch nach Prag,
die Planung läuft für jeden Tag.

Wir sind für 18 tanz bereit,
zum Training, Auftritt, Festlichkeit.
Drum wünschen wir uns und den Lieben,
Gesundheit, Spaß und ganz viel Frieden.

Allen Mitgliedern und Freunden des Folklorekreis Gütersloh e.V. wünschen wir ein friedvolles Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr.

In diesem Jahr traf sich der Folklorekreis Gütersloh e.V. am 05. September zu seiner Jahreshauptversammlung. Auf der Tagesordnung stand unter anderem die Neuwahlen des gesamten Vorstands. In geheimer Wahl wurden der 1. Vorsitzende Georg, die 2. Vorsitzende Andrea, die Kassenwartin Margot in ihren Ämtern bestätigt. Als zukünftige Schriftführerin konnten die Mitglieder Nina gewinnen. Als Beisitzer wurden wie bei der letzen Wahl Peter und Matthias gewählt.
Weiter Punkte des Abends waren die geplanten Aktivitäten für 2018. So wird es wieder ein Gruppenwochenende im März geben. Geplant ist auch die Teilnahme an einem internationalen Festival im Ausland.
Der Folkorekreis Gütersloh e.V. hat sich entschlossen der CIOFF (Internatinal Council Of Organizations Of Folklore Festivals and Folk Art) beizutreten. Durch die Mitgliedschaft erhoffen sich die Mitglieder mehr Informationen zu Festivals und neue Kontakte zu anderen Gruppen.
Auch in diesem Jahr wird es zum Abschluss eine gemeinsame Weihnachtsfeier und eine gemeinsame Silvesterparty geben.

v.l. Margot Chatzigeorgiou, Peter Rohde, Andrea Schiller, Georg Chatzigeorgiou, Nina Chatzigeorgiou, Matthias Schiller

Vorstand v.l. Margot Chatzigeorgiou, Peter Rohde, Andrea Schiller
Georg Chatzigeorgiou, Nina Chatzigeorgiou, Matthias Schiller

Wie auch so oft in den vergangenen Jahren hatten sich einige Mitglieder zusammengefunden um gemeinsam ins neue Jahr zu feiern. Als Motto war in diesem Jahr mal alles international. So hatten sich auch viele wieder tolle Kostüme ausgedacht, ausgeliehen oder kreiert.

Der Raum wurde mit vielen Fahnen passend zum Thema geschmückt und die Musikanlage stand ebenfalls wieder zur Verfügung. Jeder hatte wieder etwas köstliches zum Essen mitgebracht, so dass wie immer ein leckeres Buffet zur Verfügung stand.

Nach dem Essen wurde wie immer das Tanzbein geschwungen. Eingeleitet wurde der Tanz durch verschiedene Begrüßungs-Rituale aus unterschiedlichen Ländern. So staunte so mancher über seltsame Begrüßungen.

Musik zum Tanzen für Jedermann. Es dauert nicht lange und die Stimmung war entsprechend gut.

Durch ein Quiz, über die Europäische Union, wurden alle noch einmal im alten Jahr gefordert. Es galt Fragen zu beantworten, die teilweise nicht gerade leicht waren. In den gebildeten Gruppen allerdings gemeistert wurden. Pünktlich um zwölf Uhr erklang die deutsche Nationalhymne und alle stießen mit einem Glas Sekt auf das neue Jahr an. Glückwünsche für 2017, vor allem Gesundheit und Frieden.

Am Nachthimmel erstrahlten die Raketen und jeder schaute zum Himmel um das Spektakel zu bestaunen. Traditionsgemäß gab es zur frühen Stunde noch Berliner zu Essen. Zum Schluss waren sich alle einig. Es war mal wieder eine gelungene Silvesterfeier. Silvesterfeier international

Engelchen und Lichterbögen,
Kitsch oder Teuer,
wie wir´s mögen,
alles gibt´s bei Weihnachts-König

Drum hat der Chef auch dieses Jahr,
zur Weihnachtsfeier, das ist doch klar,
all seine Leute eingeladen,
die allesamt, wie soll man´s sagen,
gekommen sind Zum Festtagsschmaus,
zum „Goldenen Stern“ in Wittrecks Haus.

Zur Weihnachtsfeier der Firma Weihnachtskönig.

 

Ein Krimispiel, man glaubt es kaum,
erfüllt beim Essen den ganzen Raum.
Ein Schuss fällt plötzlich auf dem Hof,
Silvana stürzt herein und tobt.
Fred König, einst der Seniorchef.
Verschollen war er lange Zeit,
liegt mausetot im Hof ermordet,
gehört nun zur Vergangenheit.

Nun liegt es an den Gästen alle.
Wer war der Täter in diesem Falle?
Verdächtige gibt es genug,
Affären, Zank und auch Betrug,
sind Gründe und auch Tatmotiv.
Wer findet´s raus, ist Detektiv?

Ein Spiel zur Weihnachtszeit zum Glück.
Am Ende unseres Krimistücks,
kommt auch Besinnlichkeit noch dran,
Musik und Singen wer es kann.

Folklorekreis aus Gütersloh,
drum macht uns Tanzen auch so froh.
Natürlich auch zur Weihnachtzeit,
haben wir einen Tanz bereit.
Rechts und links und einmal dreh´n,
um die Tafel einmal geh´n.
Passen tut hier jeder Schritt,
weil es macht auch jeder mit.

Weihnachts-Tanz

Ein Wichtelpäckchen ist doch klar,
ist auch für alle und jeden da.
Kerzenhalter, Weihnachtsbücher,

WichtelgeschenkeEin Wichtel für alle.

Schlickersachen, Haushaltstücher
für jeden ist etwas dabei.
Freude bringt Beschenkerei.

Alles geht einmal zu Ende.
Vor der Tür die Jahreswende.
Wir wünschen hier an dieser Stelle,
allen für die Weihnachtszeit,
Liebe, Glück, Geborgenheit.
Für das neue Jahr viel Schwung,
dann fühlt sich jeder wieder jung.

Das diesjährige Jahrestreffen des deutschen Europeadekomitees fand vom 04.11.2016 bis zum 06.11.2016 in München statt. 75 Teilnehmer folgten dem Ruf der Riesengebirgs Trachtengruppe und nahmen an der Veranstaltung teil. Neben den deutschen Gruppen von Greifswald bis zum Bodensee war auch eine Gruppe aus Ungarn vertreten. Am ersten Abend wurden viele alte und neue Bekannte begrüßt. Nach dem Abendessen war es an der Zeit, das erste Mal das Tanzbein zu schwingen. Hierbei wurden sowohl altbekannte wie auch neue Tänze aufgelegt, sodass für jeden etwas dabei war.

Am Samstag Vormittag ging es nach dem Frühstück direkt mit dem Tanzen weiter, wobei auch Tänze wiederholt wurden, um sie zu festigen. Direkt im Anschluss ließ man noch einmal die Europeade in Namur/Belgien Revue passieren und sprach über die vielen tollen Momente und natürlich auch über die wenigen, die noch nicht ganz so glatt liefen. Die deutschen Vertreter im internationalen Europeadekomitee werden die Kritikpunkte beim nächsten Treffen vortragen, um so für eine noch bessere Veranstaltung zu sorgen. Danach kam das Gespräch auf die nächste Europeade 2018 in Turku/Finnland. Hier war ein Hauptpunkt, wie man die Anreise am besten organisieren kann.
Am Nachmittag war eine Stadtrundfahrt durch München organisiert, die in einem Besuch des Bayrischen Landtags gipfelte. Hier konnte auch der Plenarsaal besichtigt werden, wobei wir direkt den Platz des Landtagspräsidenten kapern konnten. Neben einer weiteren Besichtigung des Landtagsgebäudes erfuhren wir sehr viel über die Geschichte Bayerns und der Entstehung des Maximileaneums. Der Abend fand dann einen sehr schönen Ausklang im Augustinerkeller, bei dem es neben bayrischen Leckereien auch Musik zum Tanzen gab.

Der Sonntag stand dann ganz im Zeichen der Wiederholung der Tänze von den Vortagen, bevor Rüdiger Hess, 1. Vorsitzender des deutschen Europeadekomitees, das Schlusswort hatte und sich bei der RTG München für die gelungenen Tage im Namen aller Teilnehmer bedankte. Nach dem Mittagessen begann dann das große Abschiednehmen.

Auch wir möchten uns für das tolle Wochenende bedanken und freuen uns schon den ein oder anderen auf den Folklore-Festivals dieser Welt oder bei einer anderen Gelegenheit wiederzusehen.