Das diesjährige Gruppenwochenende vom Folklorekreis Gütersloh fand in der Jugendherberge in Kassel statt. Vom 18. bis 20. Oktober sollte Musik und Tanz, sowie das gesellige Miteinander im Vordergrund stehen. Vier Damen der Musikgruppe und fast alle Tänzerinnen und Tänzer trafen am späten Freitag Nachmittag in Kassel ein.Nach einem reichhaltigen Abendessen wurde natürlich, wie sollte es anders sein, das Tanzbein geschwungen. Tänzerisch hatte sich der Folklorekreis einiges für das Wochenende vorgenommen. Ein neues Programm für 2020 sollte erarbeitet werden, sowie zwei neue Tänze, die ein befreundetes Paar aus Braunschweig mitgebracht hatten. Wie bereits erwähnt, wird im Folklorekreis Gütersloh auch das Gesellige groß geschrieben. So wurden am Freitag Abend die mitgebrachten Gesellschaftsspiele ausgepackt und nach Herzenslust gespielt.

Bis tief in die Nacht wechselten die vielen Karten und Spielfiguren ihre Besitzer. Nach einem stärkendem Frühstück ging es am nächsten Morgen weiter mit Musik und Tanz. Seyras und Hornpfiffen, zwei ganz neue Tänze für alle Mitglieder, wurden intensiv erklärt und neu einstudiert. Zusätzlich hatte man sich drei neue Tanzfolgen für das Wochenende vorgenommen, die im nächsten Jahr ins Programm aufgenommen werden sollen. Zwei deutsche, sowie eine skandinavische Folge, bestehend aus jeweils drei Tänzen. Ein Tanzprogramm, das einiges von den Tänzerinnen und Tänzer abverlangt.

Natürlich wäre das Gruppenwochenende nichts, wenn nicht auch etwas für das Kulturelle dabei wäre. So war der Besuch am Samstag Nachmittag im Bergpark am Schloss Wilhelmshöhe eine willkommene Abwechslung für alle. Zum einen tat ein Spaziergang im schönen angelegenen Park, mit seinen vielen alten Bäumen und dem Herkules Denkmal gut und zum anderen war eine Führung im Weißensteinflügel von Schloss Wilhelmshöhe arrangiert worden. Nach einer kurzen Kaffeepause im Schlosscafe ging es wieder zurück zur Jugendherberge.

Dort angekommen, wurde natürlich wieder das Tanzbein bis zum Abendessen geschwungen. "Tanzen macht Spaß" Das Motto vom Folklorekreis Gütersloh. Gesellig ging es am Abend weiter. Hinein in den Geburtstag von Georg, der um 24 Uhr die Korken knallen lies. Das die Flasche selbst durch den Saal schoss, anstelle des Korkens, war natürlich nicht eingeplant. Jeder der zu diesem Zeitpunkt bereits ein wenig schläfrig war, wurde durch den Knall abrupt wieder ins Leben gerufen. Am nächsten Morgen, wie sollte es anders sein, wurde das neu erlernte Tanzprogramm wiederholt. Sicherlich war der ein oder andere zu diesem Zeitpunkt bereits ein wenig übernächtigt.

Trotz allem konnten die ermüdeten Gehirnzellen nochmals aktiviert werden. Nach dem Mittagessen traten alle wieder die Heimreise an und konnten auf ein erfolgreiches und schönes  Wochenende in Kassel zurückblicken.

 

 

 

Die 56. Europeade fand in diesem Jahr vom 17.-21. Juli in der nordhessischen Stadt Frankenberg statt. Insgesamt 47 Musikerinnen, Tänzerinnen, Musiker und Tänzer hatten sich aus dem Kreis Gütersloh als "Der Kreis tanzt" angemeldet. Eine Kooperation aus den Folklore- und Volkstanzgruppen, wie der Volkstanzkreis Rheda-Wiedenbrück, der Volkstanzgruppe Marienfeld, dem Volkstanzkreis Halle sowie der Gruppe Tanzschuh & Co. aus Halle und natürlich auch dem Folklorekreis Gütersloh. Insgesamt ca. 5100 Folkloristen aus ganz Europa nahmen an diesem größten europäischen Festival teil. Die Unterbringung fand überwiegend in Schulen, Turnhallen und in einer nahe gelegenen Kaserne statt. So waren auch die Gütersloher in der Gesamtschule Battenberg untergebracht. Zwei Klassenräume boten den Teilnehmer eine kuschelige Herberge.

Eine eigens für die Europeade aufgestellte Arena mit ca. 3500 Sitzplätzen verwandelte die Wehrweide in Frankenberg zum Austragungszentrum für die nächsten 5 Tage. Hier fanden die abendlichen Veranstaltungen, wie am Donnerstag die Eröffnungsfeier, am Freitag das Chorkonzert und schließlich am Sonntag die Abschlußveranstaltung statt. Ein extra aufgestelltes Versorgungszelt in der Nähe diente als Speiseort, an dem alle Teilnehmer zu bestimmten Zeiten verköstigt wurden.

Die ersten vom Folklorekreis Gütersloh reisten am Mittwoch Morgen zur Anmeldung an. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Stadt noch im Normalzustand und die Veranstaltungsorte, wie Bühnen und die Arena, wurden für die Mega-Veranstaltung vorbereitet. Im Laufe des Tages fanden sich alle Teilnehmer in ihrer Herberge, der Gesamtschule Battenberg, ein und bezogen ihre Quartiere. Der Mittwoch verlief verhältnismäßig entspannt. Man genoss die Sonne und das herrliche Wetter und bummelte durch die Gassen von Frankenberg. Am Abend spielten und tanzten die Gruppen aus der Region und unterhielten die anwesenden Gäste.

Am Donnerstag verwandelte sich die hessische Stadt in einen Ort der bunten Fröhlichkeit. Bereits im Laufe des Tages fanden auf den insgesamt 10 Bühnen verschiedene tänzerische und musikalische Darbietungen statt. Angereiste Folkloregruppen aus dem Norden, Süden, Westen oder Osten von Europa zeigten ihre traditionellen Tänze aus ihrer Region.

Für Nina vom Folklorekreis Gütersloh fand eine erste Probe auf der Bühne der Arena statt. Sie war gebeten worden, zusammen mit dem Fanfaren- & Showorchester Gotha die Europahymne zur Eröffnungsfeier zu singen. Auf Grund mangelnder Konversation im Vorfeld war Spontanität gefragt. So mussten spontan die Noten bearbeitet werden, um ein Zusammenspiel zu ermöglichen. Da bei der Eröffnungsfeier alle deutschen Gruppen mit der Sternpolka beginnen sollten, gab es auch eine Probe für alle deutschen Musiker und Tänzer. Ein fantastischer Klang bei dieser Vielzahl von Musikanten sowie ein buntes Bild bei allen deutschen Tänzerinnen und Tänzer.

Nach der zeremoniellen Übergabe der Europeade-Flagge von Viseo (Ort der letzten Europeade) an Frankenberg und das eindrucksvolle Hissen, in Begleitung der Europahymne, konnte die 3-stündige Eröffnungsgala beginnen. Die Tanzfläche war in 6 Feldern aufgeteilt, auf denen jeweils eine Gruppe ein 3-minütigen Tanz aus ihrem Land zeigte. Alle 211 Gruppen waren entweder für die Eröffnungsfeier oder für die Abschlussgala eingeteilt.

Der Freitag stand für die Gütersloher Gruppe unter dem Motto "Tanzen mach Spaß". War in den Tagen vorher noch die Möglichkeit zivil gekleidet das Festival zu besuchen, kleidete man sich am Freitag den ganzen Tag in Tracht. Auf zwei Auftrittsbühnen war "Der Kreis tanzt" eingeplant. Bereits um 11:00 Uhr auf der Bühne Nummer 10 vor dem Versorgungszelt und um 15:30 Uhr in der Innenstadt auf der Bühne Untermarkt. Jeweils ein 30minütiges Programm mit Tänzen aus der überwiegend westfälischen Region hatte die Gruppe vorbereitet. So gehörten u.a. die Tänze Begrüßungswalzer, Lange Reihe, Sauerländer, Großer Achter und auch das Flachsernten zum Repertoire. Zwischen den Aufführungen gab es die Möglichkeit sich die vielen, vielen anderen Folkloregruppen auf den anderen Bühnen anzuschauen und/oder sich an den aufstellten Verkaufs- und Informationshütten über die vergangenen oder zukünftigen Europeaden zu informieren. Es ist sicherlich vorstellbar, dass der Tag bei einem solchen Mega-Programm rasend schnell vorbei ging.

Am Abend hatten die Gütersloher die Wahl zwischen einem speziell vom Battenberg ausgerichteten Folklore- und Party-Abend in der Stadthalle Battenberg oder sich auf dem Unter- und Obermarkt in Frankenberg bei "Europeade By Night" unterhalten zu lassen. In Battenberg zeigten einige Gruppen Tänze aus ihrem Programm. In Frankenberg sorgten Musikgruppen aus allen Herren Länder für gute Stimmung und Unterhaltung. Bei herrlichen Temperaturen profitierten auch die Getränkewagen und Lokalitäten rund um die beiden Plätze in der Innenstadt.

Am Samstag Vormittag wurden alle Vertreter der verschiedenen Gruppen zum Empfang beim Bürgermeister geladen. Als Vertreter der Gütersloher Gruppe nahmen verdienterweise Andrea und Matthias Schiller daran teil. Sie hatten in diesem Jahr die Anmeldung und Organisation für die gesamte Kreis-Gütersloher-Gruppe übernommen.

Am Nachmittag war der große Festumzug durch die Innenstadt von Frankenberg geplant. Nachdem einige Gruppen am Vormittag noch ihre Auftritte hatten versammelten sich alle um 14:00 Uhr am Aufstellungsort zur großen Parade. Alle insgesamt 211 Gruppen in ihren bunten Trachten und mitgebrachten Utensilien, Landesflaggen und Vereinsfahnen stellten sich auf ihren Nummern-Platz auf und warteten auf ihren Abmarschbefehl. "Der Kreis tanzt" hatte die Nummer 203 und war somit am Ende des Festumzuges aufgestellt. Eine Gruppe nach der anderen, in bunter Vielfalt und mit viel Musik, passierte den Standort 203.

Bis schließlich um ca. 16:00 Uhr der große Regen und Hagel kam. Innerhalb weniger Minuten waren fast alle durchnässt. Selbst die vorsorglich mitgebrachten Regenschirme konnten die Wassermassen nicht aufhalten. Wie erfreulich war es da, dass einige Bürger von Frankenberg ihre Türen öffneten und den Akteuren Unterschlupf gewährten. So wie zum Beispiel eine Bäckerei, die ihre Backstube öffnete und somit vielen Folkloristen einen trockenen Ort boten. Auf Grund des nicht einzuschätzenden Wetters sahen sich die Verantwortlichen gezwungen, den Umzug abbrechen zu lassen. Das hatte natürlich zur Folge, dass unter anderen auch die Gütersloher nicht in den wünschenswerten Genuss der Parade kamen und völlig durchnässt in ihr Quartier zurück kehrten mussten, um sich einigermaßen trocken zu legen. Bei vielen Akteuren stellte sich die Frage : Wie die empfindlichen Trachten bis zum nächsten Tag wieder trocken bekommen? Das Wetter beruhigte sich zum Abend wieder und so konnte der Europeadeball rund um das Frankenberger Rathaus, wie geplant, stattfinden. Stimmung pur war angesagt. Bis spät in die Nacht spielten verschiedene Orchester und Musikgruppen und brachten die ohnehin schon tanzbegeisterten Folkloristen und Bürger von Frankenberg zum Tanzen.

Der Sonntag begann mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Liebfrauenkirche im Zentrum von Frankenberg. Schnell füllten sich die Bänke mit internationalen Gästen aus ganz Europa. Die Gebete und in den Predigten, die auch in englisch übersetzt wurden, ging es um die farbige Vielfalt unter den Menschen. Gesangseinlagen aus verschiedenen Nationen, wie unter anderem ein "Ave Maria" aus Portugal, gaben der gesamten Messe immer wieder ein festliches Ambiente. In die Europahymne am Schluss stimmten alle in ihrer eigenen Sprache mit ein.

Der Höhepunkt, besonders auch für die Gütersloher, war an diesem Tag die Abschlussveranstaltung, die planmäßig um 15:00 Uhr bei herrlichem Sonnenschein begann. Wie alle anderen Gruppen hatten auch die Tanzgruppen aus Nordrhein-Westfalen, zu dem auch der Kreis Gütersloh gehört, drei Minuten Zeit ein westfälisches Potpourri auf das Paket zu legen. Ein Feeling der besonderen Art. (siehe auch Video Europeade 2019) Dieses Mal hatte man auch durchsetzten können, dass die Musiker der Tanzgruppen live spielen konnten. Dies war in den vergangenen Europeaden leider nicht immer der Fall gewesen. So marschierten die Gütersloher gemeinsam mit den Tänzern aus Neuenkirchen, Paderborn und Oberbauerschaft auf die Tanzfläche und gaben ihr Bestes. Alle, besonders die Musiker, freuten sich über einen gelungenen Auftritt.

Drei Stunden ging auch die Abschlussveranstaltung, bei der viele Gruppen, die zur Eröffnungsgala nicht getanzt hatten, bei strahlend blauen Himmel ihr Programm zeigten. Abschluss und Höhepunkt des Abends, war natürlich das Einholen der Europeadeflagge und die zeremonielle Übergabe dieser an Klaipéda in Litauen, wo im nächsten Jahr die 57. Europeade stattfinden wird.

Herr Bürgermeister Rüdiger Heß aus Frankenberg, dankte allen Helfern, die für den reibungslosen Ablauf in Frankenberg gesorgt hatten. Der Bürgermeister von Klaipéda bedankte sich ebenfalls in seiner Rede und überraschte alle Anwesenden mit einem bekannten Jazzsong von Louis Armstrong. "What A Wonderful World". Die Botschaft an alle: Frieden, Freundschaft und das gemeinsame Miteinander sollte das Ziel jeder Europeade in Europa und der Welt sein. Möge die Menschheit erkennen und verstehen, welch wundervolle Welt uns gegeben wurde, die wir alle zusammen hegen und pflegen müssen.

Der Kreis tanzte zur 56. Europeade in Frankenberg.

 

 

 

Der Folklorekreis Gütersloh on tour. Pünktlich um 7:00 Uhr, am Samstag den 13. April, ging es vom Parkplatz des Schulzentrum Süd in Sennestadt in Richtung Süden. Vorerst 20 Personen vom Folklorekreis Gütersloh, sowie ein Paar der Brunswiker Tanzliut aus Braunschweig, freuten sich auf die folgenden 10 Tage im Süden von Europa. Was würde sie alle erwarten? In Folge die Erlebnisse und Aktivitäten auf der Reise an die ligurische Küste von Italien.

Ein Zwischenstopp am ersten Tag wurde überraschenderweise in Rothenburg ob der Tauber gemacht. Zwei Stunden konnten sich die Mitfahrer innerhalb der alten Stadtmauer die Beine vertreten und sich in den vielen weihnachtlichen und kunsthandwerklichen Läden von der Vielzahl an Angeboten begeistern. Die bunt geschmückten Osterbrunnen waren die ideale Kulisse für ein Gruppenfoto.

Anschließend ging die Fahrt weiter in Richtung Lindau. Dort in der Jugendherberge war die Zwischenübernachtung auf der Reise nach Italien. Dort kamen auch 6 weitere Reiseteilnehmer aus München und Augsburg hinzu. Der Abend stand ganz im Sinne des Tanzen. Das Programm für das 4tägige Festival musste noch einmal geprobt werden. Rechts und links und rund im Kreis. Walzerschritt und schwungvolle Polka. Nach zweieinhalb Stunden harten Trainings hatten sich alle einen leckeren Drink an der Hausbar verdient.

Am nächsten Morgen, der Himmel weinte Freudentränen, ging es weiter durch Österreich, Lichtenstein und der Schweiz, über und durch schneebedeckte Berge, nach Italien.

Weiter nach Mailand und Genua bis man schließlich am Ziel in Diano Marina am Mittelmeer ankam.

Das Hotel Astra war für die nächsten Tage der Ausgangspunkt für die Tänzer und Musiker vom Folklorekreis Gütersloh. Nach anfänglichen Schwierigkeiten zwischen dem Veranstalter des Festivals und dem Hotelinhaber konnten alle ihre Zimmer beziehen. Jedes mit einem kleinen Balkon, der bei dem schönen Wetter ein willkommenes Fleckchen darstellte. Nach einem kurzen Spaziergang durch den Ort und einem leckeren Abendessen im Hotel, stand noch einmal Tanzen auf dem Programm. Eine Stunde lang wurden nochmals überwiegend die Tänze geprobt, die noch nicht so gut saßen. Der gesellige Abend im Anschluss an der Hotelbar war ideal zum weiteren Kennenlernen der mitreisenden Gäste. Am Morgen wurde noch einmal das Tanzprogramm auf dem nahe liegenden Parkplatz geübt. Viele der Passanten und Bewohner schauten sich von der Straße oder ihren Balkonen das bunte Treiben der schwungvollen deutschen Tänzen an.

Danach nutzten viele die Zeit den Ort Diano Marina zu erkunden. Bei strahlend blauen Himmel und einer starken Brise vom Meer aus, war die Strandpromenade ein sehr schöner Ort für einen Spaziergang. Mutige wagten sich mit den Füßen ins Meer. In der Fußgängerzone lockten Patisserien zu leckeren Kuchen und kunstvoll gestalteten Törtchen mit Kaffee, Expresso und italienischen Cappuccino zum Verweilen ein. Am Abend fand ein Treffen aller Gruppenleiter mit den Organisatoren statt. Dort gab es die Informationen über den Ablauf des gesamten "International Folklore Festival Diano Marina - Sanremo - Cannes 2019". Während dessen wurde im Hotel wieder das Wort "Geselligkeit" groß geschrieben. In fröhlicher Runde bis spät in die Abendstunden ging wieder einmal ein schöner Tag zu Ende. Am Dienstag war der Tag für Sightseeing vorgesehen. Während des Frühstückes wurde als erstes einmal dem Geburtstagskind Andreas ein Ständchen gebracht, bevor es dann im Buskonvoi in Richtung Frankreich ging. Die Parfümerie Fragonard in Èze war das erste Ziel an diesem Morgen. In Form einer Führung wurde den Besuchern die einzelnen Schritte der Parfümherstellung  erklärt. In einem Riechspiel konnten die Teilnehmer verschiedene Gerüche ihren Ursprüngen zuordnen. Am Ende konnte sich jeder, wie er wollte mit verschiedenen Produkten der Parfümfabrik eindecken. Dabei fiel vielen die Wahl des richtigen Duftes schwer.

Weiter ging es mit dem Bus nach Nizza. An der berühmten  Promenade des Anglais konnten die Reisenden aussteigen und die Stadt auf eigene Faust erkunden. Die einen spazierten durch die Altstadt. Die anderen spazierten entlang der Promenade und wieder andere probierten in einem gemütlichen Restaurant die französische Küche oder tranken in einem der vielen Cafés einen Kaffee. Am Nachmittag ging es dann weiter in das Fürstentum Monaco und in die berühmte Stadt Monte Carlo mit ihrem genauso bekannten Casino und dem Hotel de Paris. Bewundert wurden die vielen Nobelkarossen und die vielen Jachten der Reichen, die im Hafen lagen. Leider war durch das hohe Verkehrsaufkommen und der vielen Umleitungen die zur Verfügung stehende Zeit ein wenig knapp. Gerne hätte man sich den Palast der Grimaldis sowie die Altstadt ebenfalls angesehen.

So wurde um 19:00 Uhr die Rückfahrt zum Hotel angetreten. Wie besprochen, wartete das leckere Abendessen auf seine Gäste. Ein wundervoller Tag für alle Teilnehmer dieses Festivals. Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der Musik und des Tanz. Am Morgen fuhr man gemeinsam im Buskonvoi in Richtung Sanremo. In der Fußgängerzone, vorbei am bekannten Casino ging es in einem Festumzug bis zum bekannten ARISTON Film Theater. Immer wieder blieb der Zug stehen und die verschiedenen Folklore- und Trachtengruppen aus Österreich, Ungarn, Mexiko, Kolumbien, der Ukraine, der Slowakei, Portugal, Italien und Deutschland zeigten in ihren traditionellen Trachten ihre Tänze. So auch der Folklorekreis Gütersloh. Vor dem ARISTON zeigte jeder Gruppe noch einmal einen kleinen Ausschnitt aus ihrem Repertoire.

Gemeinsam ging es danach mit der Nationalflagge und Gruppenschild zum Casino von Sanremo. Dort versammelt wurde ein Foto aller Gruppen gemacht. Ein Trubel der seines Gleichen sucht. Die Anzahl der Fotografen und Fotografinnen waren kaum zu zählen. Das Aufgebot kann nicht viel geringer gewesen sein als bei den üblichen Festspielen in dieser Region. Weiter ging die Fahrt in die französische Filmstadt Cannes. An dem berühmten Boulevard de la Croisette hatte jede Tanzgruppe eine Stunde Zeit ihr Programm den vielen Gästen, Touristen und Einheimischen zu präsentieren. Bei strahlendem Sonnenschein direkt am Meer zeigten die Gütersloher und ihre Gäste westfälische Tänze, die sie eigens für diese Promenade einstudiert hatten. Ein Feeling der Extraklasse, trotz Spaziergängern und eiligen Passanten, die keine Zeit zum Verweilen und genießen hatten. Anstrengend, aber auch toll war die Darbietung auf diesem wohl bekanntesten Boulevard in Europa. Natürlich durfte am Ende das Gruppenfoto auf dem berühmten roten Teppich in Cannes nicht fehlen.

Ein super toller Tag ging mit der Heimfahrt in Hotel zu Ende, welches sehr flexibel mit dem Abendessen war und die Gäste auch zu fortgeschrittener Stunde noch bestens und freundlich bewirtete. Am letzten Tag des Festivals in Diano Marina stand am Morgen der Empfang im Rathaus auf dem Programm. Pünktlich um 11:00 Uhr waren die Delegierten aller teilnehmenden Gruppen eingetroffen. Nach den obligatorischen Pressefoto und den Ansprachen des Stadtvertreters, der Polizeipräsidentin und des Kulturbeauftragten, gab es einen vorbereiteten Imbiss und verschiedenartige Getränke.

Am Nachmittag zogen dann alle Nationen in einem Straßenumzug zur Bühne auf der Strandpromenade von Diano Marina zur großen Abschlussveranstaltung. Die Organisation eines geordneten Umzuges ist sicherlich nicht ganz einfach, wie die Akteure vor Ort erfahren mussten. Aber die Stimmung bei den Güterslohern war trotz allem ungetrübt. Auf der Hauptbühne startete um 16:00 Uhr das vielversprechende internationale Folkloreprogramm. Beginnend mit den Mexikanern aus den USA und den Kolumbianischen Gäste aus London ging es weiter mit vielen anderen folkloristischen Tanz- und Trachtengruppen aus Europa. Jeder präsentierte in etwa 15 Minuten einen Teil seines nationalen Tanz- und Musikprogramm. Dabei war von Czardas über Ukrainischem Gesang und Schuhplattlern, Ländlern, Kreis- und Vierpaartänzen alles zu sehen. Vier Stunden dauerte das abwechslungsreiche Programm und ließ keine Langeweile aufkommen.

Zum Abschluss fanden sich alle Vertreter nochmals mit Ihren Landesfahnen und Gruppenschildern zur großen Verabschiedung auf der Bühne ein. Ein Pokal und ein Bild nahm jede Gruppe als Andenken an das "Internationale Folkore Festival Diano Marina - Sanremo - Cannes 2019" mit nach Hause. In ausgelassener Stimmung traten alle Teilnehmer den Rückweg zu ihrem Hotel an.

So auch der Folklorekreis Gütersloh, der  nach dem Abendessen nochmal mit der mexikanischen und kolumbianischen Gruppe bei Samba und Salsa bis tief in die Nacht feierte. Da die Ostwestfalen und ihre Gäste den Aufenthalt an der ligurischen Küste bis Ostersonntag verlängert hatten, wurde das Programm der beiden letzten Tage selber gestaltet. So fuhr man am Karfreitag als erstes nach Cervo, einem kleinen Dorf mit seiner Kathedrale San Giovanni.

Ein kleines Dorf mit engen Gassen und vielen kunsthandwerklichen Geschäften. In einem Cafe mit traumhaftem Blick über die ligurische Küste verweilten einige bei einem Expresso, Latte oder ähnlichem bevor die Weiterfahrt zur Grotte di Toirano begann.

Der Nachmittag, wieder im Hotel ASTRA, war zur freien Verfügung.
Jedes Jahr am Karfreitag, findet in Diano Marina eine Prozession mit den 14 Kreuzwegstationen durch die Fußgängerzone statt. Dieses Ereignis wollten sich einige aus der Gruppe nicht entgehen lassen. So trafen sich die Interessenten um 21:00 Uhr vor der Kirche Sant'Antonio Abate, um an der diesjährigen Prozession teilzunehmen. Obwohl die Zeremonie natürlich auf italienisch war, war der Leidensweg Jesu beeindruckend und besinnlich dargestellt. Wieder zurück im Hotel kam die große Überraschung. Die Musiker und Tänzer aus Gütersloh wurden gebeten, nochmal, am Samstag, mit nach Sanremo zu fahren und an dem dortigen Festumzug und Auftritt vor dem ARISTON teilzunehmen. Der Folklorekreis Gütersloh musste einen positiven Eindruck hinterlassen haben. Nach einer längeren Diskussion um das Für und Wider hatte man eine tanzbare Truppe zusammen. Also wurde entschieden, den nächsten Tag nochmals den Tag in Sanremo zu verbringen. Wer wollte konnte in Diano Marina bleiben und den letzten Tag in Italien selber gestalten. Am Samstag ging es dann nochmals mit dem Bus ins nahe gelegene Sanremo. Bei strahlend blauen Himmel tanzten und spielten die Ostwestfalen wie auch schon Tage zuvor in der Fußgängerzone  und vor dem ARISTON. Insgesamt sechs Gruppen aus Lettland, Bulgarien, Polen, den Niederlanden, der Schweiz und Finnland nahmen an diesem dritten Festival an der Mittelmeerküste teil. Schnell wurden neue Bekanntschaften, vor allem mit den Schweizern geschlossen.

Ein Internationales Festival ist eine ideale Gelegenheit neue Kontakte und Freundschaften zu finden und zu schließen. Die Weiterfahrt, zum zweiten Mal nach Cannes zu fahren, ersparte sich der Folklorekreis Gütersloh. Ein wenig Freizeit für die Erkundung von Sanremo war ein willkommene Alternative für den letzten Tag dieser italienischen Reise. Am Abend verabschiedeten und bedankten sich die Mitglieder und Gäste vom Folklorekreis Gütersloh von ihren beiden Betreuern Jovana und Nenad, die unterm Strich die eigentlichen Organisatoren dieses doch schönen internationalen Festivals waren. Am Ostersonntag hieß es dann wieder Abschied nehmen von einer sehr schönen Region Italiens. Pünktlich nach dem Frühstück wurde die Heimreise angetreten.Wieder über Genua und durch die Schweiz, entlang des San Bernadino, über schneebedeckte Berge in die Stadt am Bodensee. Dort verabschiedeten sich die mitgereisten Gäste  von der Riesengebirgs-Trachtengruppe-München und Luis, der jüngste Teilnehmer mit seiner Mama Katrin sowie Renate. Der Rest vom Folklorekreis Gütersloh genossen noch einen letzten Spaziergang auf der Insel in Lindau.

Am letzten Tag einer sehr schönen Reise ging es wieder über die bundesdeutschen Autobahnen zurück in die ostwestfälische Heimat. Wieder einmal ging eine gemeinsame Aktivität, bei der vor allem der Spaß an Musik und Tanz sowie die Geselligkeit an höchster Stelle standen, vorüber. Sicher ist, dass in nächster Zeit die neue Planung für ein neues internationales Folklorefestival 2020 im Ausland beginnen wird. Man darf gespannt sein, wohin die Reise gehen wird.

Auch in diesem Jahr war wieder das Angebot für alle vom Folklorekreis Gütersloh, gemeinsam den Jahreswechsel zu begehen. So machten sich am zweiten Weihnachtsfeiertag Elf Tänzerinnen, Tänzer und Musikerinnen auf den Weg ins hessische Naumburg. Ein kleines romantisches Städtchen im Landkreis Kassel. Vier Ferienwohnungen waren die Herberge für sieben Tage und Ausgangspunkt für Ausflüge und Aktivitäten in die Region. In den gemütlich und hübsch eingerichteten Wohnungen fühlten sich alle schnell wohl. Ein gemeinsamer Partyraum war ideal für das gemeinsame Frühstück und für die geselligen Abende in froher Runde.

Am ersten Tag ging es in den Kurort Bad Wildungen. Bei einem gemütlichen Spaziergang, bei strahlendem Sonnenschein, durch die Altstadt und entlang der Kurkliniken bis zur Wandelhalle, genoss man später das Kaffeetrinken in einem gemütlichen Café.

Am Abend, in geselliger Runde, mundeten die selbst gekochten Nudeln mit der leckeren Bolognese. Aus Rücksicht auf den 1. Vorsitzenden wurden sogar die Paprika für die Soße aufwendig geschält. Rücksichtnahme im Folklorekreis Gütersloh ist halt selbstverständlich. Hochachtung! Der Abend setzte sich fort, mit dem Versuch einer Feuerzangenbowle mit Weißwein. Ein voller Erfolg, wie sich später herausstellte. Plötzlich ein Poltern. Georg stolperte mit blauem Auge, einer Platzwunde am Kopf und offenem Beinbruch in den Raum. Er war gefallen und hatte sich gerade noch bis zum Partyraum schleppen können. Dann brach er ohnmächtig zusammen. Was war zu tun? Der Schreck stand vielen ins Gesicht geschrieben. Margot, seine Frau, panisch, wollte ihm gleich ein Glas Wasser ins Gesicht schütten. Sie kannte sich damit aus. Gabriele wusste gleich: „Wir müssen das Hosenbein weiter aufschneiden“. Katrin hing sofort am Telefon und wolle die 112 anrufen. Andrea und Gabriele brachten den Verletzten in die stabile Seitenlage und legten einen Druckverband an. Alle diese Geschehnisse wurden von unseren Rot-Kreuzlern, die die Szene konstruiert hatten, beobachtet und entsprechend kommentiert. Nachdem der Verletzte gut versorgt war und alle sich vom Schreck wieder erholt hatten, gab es ein paar Fragen zum Thema erste Hilfe, die unsere Jüngsten vorbereitet hatten. Ein abendfüllendes Programm, wie sich herausstellte. Es tat gut, einmal wieder etwas über das Ersthelfer-Thema zu erfahren.

Nach einem ausgiebigen Frühstück, ging es am nächsten Morgen nach Kassel. Einige hatten das Bedürfnis ein wenig shoppen zu gehen. Im City-Point-Center wurde man dann auch fündig. Wer lieber Out Door shoppen wollte, amüsierte sich auf den verschiedenen Märchen- und Weihnachtsmärkten, die noch geöffnet waren.

Wieder zurück in Naumburg stand nach einem gemeinsamen Kaffeetrinken, mit leckeren mitgebrachten Kuchen, die Besichtigung der Naumburger Keller auf dem Programm. Ein Angebot der Stadt Naumburg, bei der einige Bürger ihre Kellergewölbe öffneten. Düstere Kellergewölbe, in denen die Bewohner Geschichten über die Bauweise und Vergangenheit Naumburgs erzählen. Einige boten kleine Speisen an, andere wiederum Wein. In anderen Kellern konnte man den Klängen des hiesigen Gesangsvereins lauschen. Das Ganze ist ein empfehlenswertes Angebot für Touristen und Interessierte aus der Region.

An diesem Abend wurde wieder besonders lecker gekocht. Danach wurden die mitgebrachten Spiele auf den Tisch gepackt. Concept, ein Spiel, bei dem Begriffe mit Hilfe von Symbolen erklärt werden mussten. Nicht ganz so einfach, wie sich herausstellte. Mysterium, das zweite Spiel, in dem ein Täter in einem Mordfall gefunden werden musste. Auch in diesem Spiel waren die Hinweise nicht immer eindeutig, was zu viel Belustigung führte. Aber am Ende wurde natürlich auch hier der Täter gefunden.

Geselligkeit und Spaß sind einfach zwei Grundziele, die den Mitgliedern vom Folklorekreis Gütersloh sehr wichtig sind. Der Samstagvormittag stand zur freuen Verfügung. Um 13:30 Uhr sollte die Gruppe zu einer Stadtführung abgeholt werden. Pünktlich trafen sich alle vor der Tür. Der Stadtführer ließ etwas auf sich warten. Das ist für den geübten Folklorekreis natürlich kein Problem. Kurzer Hand wurden Melodien angestimmt und man tanzte auf dem Bürgersteig Haschual und Bäumchen. Sehr zur Freude der Vermieter der Wohnungen. Uwe Bächt war der Stadtführer, der allen Teilnehmern einiges über die hessische Kleinstadt Naumburg erzählen konnte. Unter anderem, dass die Stadt seit 1995 anerkannter Kneippkurort ist. Über das Friedhofstor sowie auch über viele Fachwerkhäuser gab es interessante Geschichten zu erzählen. Teile der ehemaligen Stadtmauer waren zu besichtigen. Vieles über die Streitigkeiten zwischen den Katholiken und Protestanten, die zur Reformationszeit gerade vom Erzbistum Mainz, natürlich nicht gern gesehen wurden. 1684 brannte die Stadt bis auf ein Haus völlig nieder. Danach wurde sie auf den alten Fundamenten neu errichtet. Naumburg, eine Stadt der Grimm’schen Märchen, hat natürlich einen Märchenbrunnen. Da das Wasser im Winter abgelassen wurde, war es für eine Prinzessin, mit ein wenig Unterstützung der Herren, kein Problem dem verwunschenen Frosch einen Kuss zu geben. Leider wurde aus dem Frosch bis zur Abreise kein hübscher Prinz. Gott sei Dank, aus unserer Prinzessin auch keine Froschdame.

Nach etwa 1 ½ Stunden, waren alle gut informiert und reichlich durchgefroren. Ein heißer Kaffee und das passende Stück Kuchen waren da natürlich die ideale Abwechslung und eine sehr willkommene Stärkung. Am Sonntag, nach dem Frühstück fuhr man an den Edersee, der ganz in der Nähe liegt. Das Waldecker Schloss war das erste Ziel. Der ein oder andre wurde, wohl wegen seines Verhaltens, an den Pranger gestellt. Das Vergehen wird natürlich aus datenschutzrechtlichen Gründen hier nicht veröffentlicht. An der Kanone stellte sich die Knaller-Gruppe zum Foto auf. Es herrschte bei allen Beteiligten eine Bombenstimmung.

Weiter ging es zur Edersee-Staumauer. Die 45 Meter Hohe und 400 Meter lange Staumauer staut den Fluss Eder zum drittgrößten Stausee Deutschlands. Der Wasserstand des Sees war, wie im Winter üblich, niedrig. Allerdings auf Grund des heißen Sommers immer noch weit unter normal. Ein Spaziergang über den Damm, bei strahlendem Sonnenschein, war lustig und machte Spaß, weil jeder einen entsprechenden Spruch oder Anekdoten auf den Lippen hatte. Am Ende deckte man sich noch mit einigen Flaschen köstlichem Stachelbeer- und Sauerkirsch-Wein ein.

Das Abendessen wurde am nahegelegenen Hasenacker zu sich genommen. Ein Restaurant, lecker und preiswert, ohne Frage.

Am Silvestertag stand die Stadt Korbach auf dem Programm. Morgens wurden schnell noch ein paar Kleinigkeiten für das abendliche Raclette eingekauft. Bei einem Spaziergang durch die Fußgängerzone von Korbach fanden einige Damen, sogar am letzten Tag des Jahres, noch etwas Hübsches zum Anziehen. Nach einem Rundgang durch die Altstadt von Korbach ging es zurück nach Naumburg.

Nach dem Kaffeetrinken zog man sich ein wenig zurück, um sich für den Silvesterabend vorzubereiten. Die einen nutzten die Zeit für ein neu erworbenes Spiel, die anderen lauschten ihrem Inneren. Um 19:00 Uhr ging es dann los. Alle trafen sich im Partyraum zum Krimispiel: „Das Feuer der Diamanten“ Es ist ein wunderschöner Tag. In einer kleinen Stadt, irgendwo in der Nähe von Moskau, gibt Viktor Lasarew, Russlands mächtigster Diamantenbaron, die Hand seiner Tochter dem ätherisch schönen Sohn, seines indischen Geschäftspartners. Doch der Bräutigam wird seine Braut nicht mehr in ihrem Hochzeitskleid sehen! Es wurde sein Leichnam gefunden.

Der Abend wurde interessant und lustig. Es wurde ausnahmslos sehr viel gelacht und natürlich auch getrauert und geweint. Jeder der Beteiligten spielte seine Rolle perfekt. Um den zukünftigen Spielern, den Spaß nicht zu verderben wird an dieser Stelle nicht mehr verraten. Es ist selbstverständlich, dass hier auch keine Auflösung des Falls preisgegeben wird. Fakt ist, dass der Abend wie „im Fluge“ verging und man den Täter oder Täterin erst kurz vor 24:00 Uhr gefunden hatte. Pünktlich zum Jahreswechsel knallten die Korken und alle fielen sich in die Arme und wünschten sich ein frohes neues Jahr.

Am ersten Tag des Jahres ging es nach dem Frühstück wieder Richtung Heimat. Ein Abschiedsfoto wurde geschossen und alle waren sich einig. Es war eine schöne Zeit zusammen mit Freunden in das neue Jahr zu gehen.

Folklorekreis Gütersloh e.V. bei der Jahreshauptversammlung der CIOFF-Deutschland

Am letzten Oktoberwochenende fand in Salzwedel die diesjährige nationale CIOFF-Jahreshauptversammlung statt. Eine Delegation des Vorstandes des Gütersloher Vereins hatte daran teilgenommen.
Der Folklorekreis Gütersloh e.V. war 2017 der CIOFF (International Council Of Organizations Of Folklore Festivals And Folk Art) beigetreten. Die Weltorganisation ist offizieller Partner der UNESCO und organisiert und unterstützt Folklorefestivals auf der Ganzen Welt. So wurde auf der Jahreshauptversammlung in Salzwedel unter anderem auch über die Folkloriade 2020 in Ufa/Russland gesprochen. Alle 5 Jahre findet dieses größte internationale Folklorefestival irgendwo in der Welt statt. Die letzte zum Beispiel in Mexico. Jede teilnehmende Nation entsendet eine Folklore- oder Trachtengruppe, zur Repräsentation ihres Landes, zu diesem riesigen Event. Natürlich stand nicht nur die Folkloriade 2020 auf der Tagesordnung, der CIOFF- Deutschland. So wurden auch die stattfindenden Festivals in Deutschland vorgestellt. Egal ob in Schlitz, in Kröv, in Bautzen, in Rudolstadt, in Bitburg oder in Schwalenberg. In ganz Deutschland verteilte internationale Folklorefestivals sind Anziehungspunkte für Gäste aus Nah und Fern.
So wird auch der Folklorekreis Gütersloh e.V. im kommenden Jahr wieder auf internationalen Festivals zu sehen sein. Im April geht die Reise zum „International Folklore Festival Diano Marina“ in Italien. In Sanremo, Cannes, Nizza und Monaco werden die Tänzer und Musiker die ostwestfälische Region und die Stadt Gütersloh repräsentieren.
Die Begegnung mit anderen Folkloristen ist immer wieder eine Bereicherung für die Teilnehmer internationaler Folklorefestivals. Ebenso die Geselligkeit und der Spaß am gemeinsamen Musizieren und Tanzen ist vor allem für die Mitglieder vom Folklorekreis Gütersloh e.V. ausschlaggebend. Ein sehr wichtiger Aspekt um beim Folklorekreis Gütersloh mit zu machen ist, dass alle Mitglieder, egal ob Tänzer oder Musiker, alleine oder als Paar ausschließlich Amateure sind. Der reine Spaß am Tanzen und Musizieren verbindet. So kommen die Mitglieder mittlerweile nicht grundsätzlich aus Gütersloh, sondern aus allen Himmelrichtungen von Bielefeld bis Rheda-Wiedenbrück und von Herzebrock bis Lippstadt.

Vom 19. bis 22. Juli fanden in diesem Jahr die alljährlichen Prager Folkloretage statt. Eines der größten internationalen Folklorefestivals in Europa. 50 Gruppen aus der ganzen Welt trafen sich in Prag um der historische Metropole im Herzen von Europa für 4 Tage ein spezielles Ambiente zu bieten. So kamen Gruppen aus Estland, Belgien, Österreich, Dänemark, Portugal, Spanien, der Slowakei und sogar aus Taiwan und China sowie erstmalig auch eine Gruppe aus Australien nach Prag. Der Folklorekreis Gütersloh wollte da nicht fehlen. So ging es am Donnerstag in der Frühe mit dem Reisebus der Firma Wittler in Richtung Süd-Osten.

Ein vorerst jähes Ende nahm die Reise als es auf der A38 hinter Nordhausen zur Vollsperrung der Autobahn kam. Die Aussicht auf ein schnelles Weiterkommen und die Einhaltung des Terminplans waren rasch verflogen.

Was für eine Premiere war es da, auf der Autobahn Doudlesbka Polka und Fröhlicher Kreis zu tanzen. Wie man sich vorstellen kann, sehr zur Abwechslung der anderen Stauteilnehmer. Nach 3 ½ Stunden Warten, ging es dann endlich weiter in Richtung Dresden und zur tschechischen Grenze. Wohl erhalten kamen alle, ein wenig verspätet,  im Hotel Ramada direkt am Wenzels Platz in der Innenstadt von Prag an. Am nächsten Tag um 10:30 Uhr waren Delegationen von allen teilnehmenden Gruppen zum offiziellen Empfang ins historische Rathaus von Prag eingeladen worden. Eine Geste, die bei allen Folklorebegeisterten als sehr positiv empfunden wurde. Eine Wertschätzung der heimischen Kultur, die in unserer Region leider verloren gegangen zu sein scheint.

Um 13:20 Uhr stand auf der Malostranské námesti Bühne, auf der anderen Moldau Seite, der erste Auftritt der mitgebrachten Tanzfolgen auf dem Programm. Die Tänze aus der ostwestfälischen Heimat kamen beim Publikum begeisternd an. So wurde den Tänzern und Musikern mit viel Applaus und sogar Glockenklang (durch die Schweizer Teilnehmer) gedankt.

Nach einer kurzen Verschnaufpause und das Frischmachen im Hotel ging es am Abend nach dem Abendessen, ins „IMAGE BLACK LIGHT THEATRE“. Dem Publikum wurde eine Vorstellung in lichttechnischer Perfektion geboten. 1 ½ Stunden wurden die Zuschauer ins ferne Afrika entführt, wo auch ein vermeintlicher Postbote als verkleideter Portier vom Hotel Africa, seine liebe Mühe mit einem nicht ganz perfekten Paar hatte.

Am Samstag stand ein großer Festumzug auf dem Programm. Pünktlich um 9:30 Uhr traf man sich auf dem Prager Altstadtring, einem großen Platz vor der Rathaus der Stadt. Es war noch viel Zeit für viele schöne Fotos mit Teilnehmern anderer Gruppen. Spaß pur, konnte man dazu nur sagen, wie auch die vielen Aufnahmen wiederspiegeln.

Um 10:30 Uhr machte sich ein bunter Zug von über 50 Folklore- und Trachtengruppen auf den Weg durch die Prager City. Ein sehr dankbares Publikum stand am Straßenrand. Applaus und Bravorufe waren keine Seltenheit. Ein immer wieder erfreuliches Gefühl für die Mitglieder vom Folklorekreis Gütersloh.

Nach einer kurzen Pause war der zweite Auftritt um 14:00 Uhr auf der Rudolfinem Bühne am Ufer der Moldau geplant. Auch dieses Programm aus dem Repertoire der Gütersloher Gruppe kam sehr gut beim Publikum an. Immer wieder ein Highlight ist der Krüz König am Ende des letzten Blocks.

Damit die Tänzerinnen und Tänzer sowie die Musikerinnen und Musiker aus Gütersloh ein paar mehr Informationen über Prag erhalten, beschloss man, mit einer touristischen Sightseeing-Bahn eine Stadtrundfahrt zu machen. Abfahrt war um 17:30 Uhr am bereits bekannten Altstadtring. Reichlich durchgeschüttelt ging die Fahrt durch drei von vier Prager Stadtteile. Unter anderem natürlich auch auf den Burg Berg auf der anderen Uferseite der Moldau. Sehr langsam krackselte die kleine Bahn die engen Gassen zum Berg Hradschin hinauf. Vorbei an der spektakulären Prager Burg, der St. Vitus Cathedrale, St. Georgis Basilika und Golden Lane.

Am Abend war ein gemeinsames Abendessen mit allen anderen teilnehmenden Gruppen geplant. Also machten sich die Akteure vom Folklorekreis Gütersloh, wie gewünscht wurde, in Tracht auf den Weg vom Hotel in das typische tschechische „U Fleku Restaurant“.

Sicherlich von den Organisatoren eine gut gemeinte Idee. Allerdings stellten die Ostwestfalen schnell fest, dass sie die einzige Gruppe in Tracht waren und die Wartezeit auf Getränke und Essen unter Umständen eine Geduldssache sein kann. Fazit: In Punkto Service und vor allem Freundlichkeit haben die Prager Gastronomen noch einiges zu lernen. So waren alle Gütersloher der Meinung, dass man auf dieses gemeinsame Abendessen hätte gerne verzichten können. Nach einem leckeren Frühstück im Ramada Hotel am nächsten Morgen trat man wieder die Heimreise an. Es soll Folkloristen geben, die bekommen nie genug. So wurde dem Busfahrer Johannes auf einem Rastplatz das Fliegen der Damen gezeigt.

Kurz nach 20:00 Uhr traf man wieder am Ausgangspunkt der Reise in Sennestadt an. Nachdem alle ihr Gepäck umgeladen hatten, freuten sich alle auf einen gemütlichen Rest-Sonntag-Abend auf dem Sofa.

Pünktlich um 8:00 Uhr am Sonntag, den 20. Mai 2018 machten sich einige Mitglieder vom Folklorekreis Gütersloh auf den Weg zum Flughafen Hannover. Die Stimmung war gut und die Erwartung auf das, was da kommen mag, hoch. Die Dame am Check-In-Schalter staunte nicht schlecht, als 16 Personen gleichzeitig mit ihren Koffern und Instrumenten einchecken wollten. Natürlich war dies kein Problem für die freundliche Mitarbeiterin von Eurowings.

Wie geplant, waren alle Passagiere pünktlich in der Luft. „Griechenland wir kommen!“ Um 16:15 Uhr, griechischer Zeit, landete das Flugzeug auf dem Flughafen von Thessaloniki. Ein von der EAFF (European Association of Folklore Festivals) organisierter Kleinbus, mit Fahrer Kostas, stand zum Empfang und Weitertransport bereit. Nach 1.1/2 Stunden standen die Tänzer und Musiker vor ihrem Hotel, dem Dafni Plus in Leptokarya. Ein kleiner Urlaubsort direkt an der griechischen Ostküste. In den geräumigen und sehr hübsch gestalteten Zimmern fühlten sich die neuen Gäste sehr schnell wohl. Ein sehr freundlich geführtes Familienhotel.

Am nächsten Tag, nach einem leckeren Frühstück, ging es auf eine Erkundungstour innerhalb des Ortes. Wie bereits erwähnt, ist Leptokarya ein kleiner touristischer Badeort am Mittelmeer. Unterhalb der Bahnlinie zwischen Thessaloniki im Norden und Larissa im Süden, erstreckt sich der Ort zum sandigen Strand. Oberhalb der Bahnlinie, das ursprüngliche Dorf unterhalb des Olymps. Bei einem Besuch im Olimbos Museum, Olimbos ist der griechische Name vom Olymp,  wurden den Besuchern bei einem sehr informativen Vortrag die seltenen Stein- und Fossilienfunde aus der Region gezeigt sowie Geschichten aus der griechischen Mythologie und Sagenwelt erzählt.

Auch ein Strandspaziergang durfte an diesem schönen und sonnigen Tag nicht fehlen. Nach einem typischen griechischen Abendessen, entschlossen sich die Tänzerinnen und Tänzer spontan ein wenig zu tanzen. Was eignete sich dafür besser als die vorhandene Straße vor dem Hotel. Die Musiker und Musikerinnen platzierten sich zwischen zwei parkenden Autos und die Straße wurde als Tanzfläche entfremdet. Für die anderen Gäste, zwei Busse mit Schülern aus Polen, sowie für die Hotelangestellten, war dies eine willkommene Abwechslung.

Am Dienstag stand dann der erste gemeinsame Ausflug auf dem Programm. Mit dem Zug ging es nach Thessaloniki. Dem Hauptwirtschaftszentrum von Nordgriechenland. In der ca. 440.000 Einwohner-Stadt pulsiert das Leben. Auf dem landestypischen Basar, mit seinen vielen Fisch- und Fleischständen, sowie Obst- und Gemüse Händlern wurden lautstark die Waren angeboten. Eine längst vergessene Atmosphäre für die angereisten Deutschen. Am Kai entlang, an vielen Bars und Restaurants, ging es gemütlich zum Wahrzeichen der großen Metropole. Der „Weiße Turm“, in frühen Jahren als Wehrturm genutzt und später als Gefängnis. Heute ist er als Museum umgebaut. Bei dem Denkmal „Alexander der Große“, dem wohl bekanntesten Makedonier, stellte man sich zum Gruppenfoto auf. Ein Höhepunkt des Tages war sicherlich der Besuch des Fernsehturms. In dessen Kuppel befindet sich ein Cafe, deren Boden sich innerhalb einer Stunde einmal komplett dreht. So war die Aussicht  über Thessaloniki ein willkommenes Erlebnis.

Auf Grund der fortgeschrittenen Zeit, machten sich die Mitglieder vom Folklorekreis Gütersloh zu Fuß auf den Weg zum Bahnhof. Unterwegs war noch Zeit für eine kurze Besichtigung  von „Agios Johannis“ einer orthodoxen Kirche aus alter Zeit. Nach einer Fahrzeit von etwa einer Stunde, hielt der Zug wieder auf dem Bahnhof von Leptokarya an und alle vielen nach einem schönen, aber auch anstrengenden Tag, verdient ins Bett. Mittwoch war der Tag, an dem jeder Zeit zur freien Verfügung hatte. Die einen genossen die herrliche Sonne am Stand und das angenehme Bad im Mittelmeer. Wieder andere schlenderten entlang der Küste. Und wieder andere bummelten durch das Dorf um zu shoppen.

Am frühen Abend trafen die beiden Organisatoren des Festivals, Milo und Sasa aus Belgrad, am Hotel ein. Tage zu vor, war den Mitgliedern vom Folklorekreis Gütersloh schon klar, dass sicherlich keine weiteren ausländischen Gruppen zum Festival gekommen waren. Iranische und algerische Gruppen hatten kein Visum erhalten. Jeweils eine Gruppe aus Kanada und Indien hatten absagen müssen. Der Folklorekreis Gütersloh wäre nicht der Folklorekreis wenn dies ein Problem für die Gruppenmitglieder gewesen wäre. Die Planung für den nächsten Tag stand bereits fest und der Vorstand machte sich am Abend auf den Weg, um auch für die darauf folgenden Tage etwas zu organisieren. Die Organisatoren von EAFF (European Association of Folklore Festivals) staunten nicht schlecht über die spontane und bereits vorhandene Planung. Am Donnerstag wurden pünktlich um 9:00 Uhr die reservierten Autos abgeholt und sich auf den Weg, ins Landesinnere, nach Nea Filadelfia gemacht. Ein kleines typisches Dorf, nicht weit von Thessaloniki. Ein Gegensatz zu den Urlaubsorten direkt am Meer. Bei einem Dorfrundgang und einem privaten Besuch, konnte jeder einmal hinter die Kulissen schauen und einen Einblick von dem normalen Leben der Griechen erhalten. Sicherlich viel Gesprächsstoff für die nächste Zeit.

Leptokarya liegt unterhalb des Olymps. Also war es ein Muss die Götter einmal persönlich zu besuchen. Bei einem strahlend blauen Himmel machten sich am nächsten Tag, die 16 Personen in 4 Mietwagen auf den Weg auf den Olymp. Kurvenreich ist die Straße und so mancher war froh als man auf der Hälfte der Strecke beim Kloster Agia Dionisoss halt machte. Hinter den alten Klostermauern befindet sich in der Mitte eine hübsche Kirche, in deren Inneren eine hervorragende Akustik herrscht. Der Atmosphäre entsprechend, stimmten die Sangesfreudigen ein Kirchenlied an, welches atemberaubend klang.

Weiter ging es zu Fuß auf einem Wald Pfad über eine Brücke zu den nahegelegenen Stromschnellen und Wasserfällen. Glasklares Gebirgswasser bahnte sich den Weg hinunter ins Tal und zum Meer. Eine willkommene Abkühlung für die deutschen Tänzer und Musikanten. Weiter ging es mit dem Auto hinauf in das Gebirge. Noch war die asphaltierte Straße nicht zu ende. Das letzte Stück bis zur endenden Plattform bestand aus Schotterpiste, was sich allerdings nicht als Problem darstellte. Geübt fuhren die Fahrer und Fahrerinnen um die Löcher herum. Oben angekommen, machten sich einige auf den Weg den Berg noch weiter zu erklimmen.

Die nicht so fußstarken Teilnehmer genossen die alpine Aussicht und die Ruhe. Eingebettet von Bergen und Wäldern. Die Frage, ob Zeus und seine Gefährten zu Hause waren, konnte leider nicht beantwortet werden. Keiner vom Folklorekreis Gütersloh hatte den Gipfel erreicht und konnte an der Haustür klingeln. Als Zwischenstopp zum Hotel besuchte man noch das Dorf Litochoro, welches direkt am Fuße des Olymps angesiedelt ist. Bei einem Eis und landestypischen Kuchen ließ man es sich gut gehen. Zurück am Hotel beschlossen einige sich am Strand und Meer zu sonnen. Eine kleine Gruppe nutzte die Gelegenheit zur Besichtigung der Schlucht Tempi, einem Wallfahrtsort, mit der kleinen, im Fels gelegenen Kirche „Agia Paraskewi“. Die Kühle der Schlucht war ein herrliches Pendant zur fasst heißen Luft am Strand.

Knapp 5 km von Leptokarya entfernt liegt das Dorf Platamonas mit seiner Festung am Meer. Auch diese Burg wurde von der kleinen Gruppe auf der Rückfahrt besucht. Pünktlich um 20:00 Uhr waren alle zum Abendessen wieder vereint. Jeder war von dem ereignisreichen Tag begeistert. Der Samstag-Vormittag war für alle wieder zur freien Verfügung. Die einen tätigten ihre Einkäufe für ihre Lieben zu Hause. Andere genossen bei ca. 30 Grad den Strand, das Meer und die Sonne. An diesem Tag gab es das Abendessen bereits um 17:00 Uhr. Um 20:00 Uhr sollte das nationale Festival auf dem Dorfplatz in Leptokarya beginnen. In Griechenland läuft die Zeit ein wenig anders als in Deutschland. Was bei den sommerlichen Temperaturen kein Wunder ist. So begann das Festival erst um 20:30 Uhr. Chöre und Tanzgruppen aus Leptokarya, Litochoro und der Region erfreuten das Publikum und ihre touristischen Gäste mit Musik und Tanz.

Ohne Frage war der Folklorekreis Gütersloh der Exot und Höhepunkt dieser Veranstaltung. Die Walzer- und Polkaklänge waren ein enormer Kontrast zu den griechischen Liedern und Tänzen, die überwiegend im 5/8 und 7/8 Takt gesungen und gespielt wurden. Auffallend war die Gelassenheit der Veranstalter und Bewohner, als Zeus einige Blitze zur Erde schickte und schwarze Wolken aufziehen lies. Wohl weislich dass die Götter sich an Musik und Tanz erfreuen zogen die Wolken an Leptokarya vorbei.

Nach einer absolut gelungenen Proformance gönnte man sich ein Gläschen des griechischen Rebensafts und lies den letzten Abend im Hotel Dafni Plus ausklingen. Am Sonntagmorgen musste man wieder an das Kofferpacken denken. Um 12:00 Uhr sollte der Bus zum Flughafen Thessaloniki bereit stehen. Dieses Mal pünktlich, bestiegen alle nach einem Abschiedsfoto, mit dem Götterberg im Hintergrund, den Bus und ab ging es zum Flughafen.

Um sieben Uhr am Abend landeten alle wieder wohlbehalten auf dem Hannover Flughafen. Zu Hause angekommen, war jeder der Meinung, dass es eine schöne, gelungene Woche im sonnigen Griechenland war. Für den Folklorekreis Gütersloh e.V. wieder ein tolles Erlebnis in seiner langjährigen Geschichte.

In diesem Jahr trafen sich die Mitglieder vom Folklorekreis Gütersloh e.V. in der DjO Bildungsstätte in Himmighausen.  Pünktlich am Freitag um 17:00 Uhr trafen fast alle Tanz- und Musikfreunde in ihrer Unterkunft für zwei Nächte ein. Nach der Bekanntgabe des Programms und einem leckeren Abendessen, starteten alle zu einem außergewöhnlichen Spieleabend. Andrea und Nina hatten sich dafür bestens vorbereitet.

So galt es, für die gebildeten Gruppen, Nummernzettel, die im ganzen Haus verteilt waren, zu finden und danach spezielle Aufgaben zu erfüllen. Auf dem Spielfeld rutschte man dann entsprechend weiter. Natürlich gab es für die Siegergruppe einen entsprechenden Gewinn, von dem am Ende die gesamte Gesellschaft etwas hatte.

Am nächsten Morgen stand dann, wie sollte es anders sein, das Tanzen auf dem Programm. So wurde die neu zusammengestellte „Westfälische Folge“ geübt sowie einige neue Tänze, die von allen Beteiligten gemeinsam erarbeitet wurden. Dazu spielten alle Musikerinnen und Musiker, die komplett zum Gruppenwochenende erschienen waren. Es zeigte sich schnell, wieviel Spaß Musik und Tanz machen kann, wenn man ein gemeinsames Ziel erreichen möchte.

Nach einem köstlichen Mittagessen ging es zum Thema Kultur. Ziel war das, in der Gegend liegende Kloster Corvey in Höxter. Das ehemalige Benediktinerkloster wurde von der UNESCO im Jahr 2014 zum „Weltkulturerbe“ ausgezeichnet. Herr Josef Kowalski erzählte, im Rahmen einer Führung, sehr viel Interessantes über das 1200-jährige Westwerk aus der Zeit Karls des Großen, über die barocke Klosteranlage mit Kaisersaal und Kreuzgang sowie über die Fürstliche Bibliothek des 19. Jahrhunderts, die von Hoffmann von Fallersleben geprägt wurde.

Nach der äußerst interessanten Führung freuten sich alle auf ein gemeinsames Kaffeetrinken, dass spontan in Höxter realisiert wurde. Zurück nach Himmighausen, war bis zum Abendessen ein wenig Zeit zum Relaxen.

Für den Abend wurde ein Besuch bei der Trachtengilde Schwalenberg vereinbart. Der Vorstand beider Gruppen hatte sich bei früheren Begegnungen kennen gelernt und dieses Treffen arrangiert. So fuhren alle Mitglieder vom Folklorekreis Gütersloh von Himmighausen in das nahegelegene Schwalenberg. Ebenfalls zu diesem Treffen waren Mitglieder des „Volkstanzkreis Wewelsburg“ und der „Original Leopoldshöher Volkstanzkreis“ gekommen. Insgesamt ca. 40 Tänzerinnen und Tänzer, wie Musikerinnen und Musiker, tanzten und spielten nach Herzenslust bis zum späten Abend. Gemeinsam wurden Tänze gezeigt und getanzt. Alle waren, zu später Stunde, der Meinung, dass es ein gelungenes Treffen war und sicherlich noch  einmal wiederholt werden sollte.

Spät in der Nacht vielen viele der Gütersloher in ihren erholsamen Schlaf im Wochenendquartier in Himmighausen.  Am Sonntagmorgen wurden die erlernten Tänze vom Vortag noch einmal wiederholt. Schnell konnte man erkennen, dass ein intensives Üben seinen Erfolg hat. Ohne große Schwierigkeiten konnten alle Tänze getanzt werden. Nach dem Mittagessen wurde die Heimreise eingeläutet. Jeder packte zusammen und räumte das Zimmer. Als Resümee kann wohl gesagt werden. Es war wieder einmal ein tolles Gruppenwochenende in der DjO Bildungsstätte in Himmighausen.

In diesem Jahr traf sich der Folklorekreis Gütersloh e.V. am 05. September zu seiner Jahreshauptversammlung. Auf der Tagesordnung stand unter anderem die Neuwahlen des gesamten Vorstands. In geheimer Wahl wurden der 1. Vorsitzende Georg, die 2. Vorsitzende Andrea, die Kassenwartin Margot in ihren Ämtern bestätigt. Als zukünftige Schriftführerin konnten die Mitglieder Nina gewinnen. Als Beisitzer wurden wie bei der letzen Wahl Peter und Matthias gewählt.
Weiter Punkte des Abends waren die geplanten Aktivitäten für 2018. So wird es wieder ein Gruppenwochenende im März geben. Geplant ist auch die Teilnahme an einem internationalen Festival im Ausland.
Der Folkorekreis Gütersloh e.V. hat sich entschlossen der CIOFF (Internatinal Council Of Organizations Of Folklore Festivals and Folk Art) beizutreten. Durch die Mitgliedschaft erhoffen sich die Mitglieder mehr Informationen zu Festivals und neue Kontakte zu anderen Gruppen.
Auch in diesem Jahr wird es zum Abschluss eine gemeinsame Weihnachtsfeier und eine gemeinsame Silvesterparty geben.

v.l. Margot Chatzigeorgiou, Peter Rohde, Andrea Schiller, Georg Chatzigeorgiou, Nina Chatzigeorgiou, Matthias Schiller

Vorstand v.l. Margot Chatzigeorgiou, Peter Rohde, Andrea Schiller
Georg Chatzigeorgiou, Nina Chatzigeorgiou, Matthias Schiller

Das diesjährige Jahrestreffen des deutschen Europeadekomitees fand vom 04.11.2016 bis zum 06.11.2016 in München statt. 75 Teilnehmer folgten dem Ruf der Riesengebirgs Trachtengruppe und nahmen an der Veranstaltung teil. Neben den deutschen Gruppen von Greifswald bis zum Bodensee war auch eine Gruppe aus Ungarn vertreten. Am ersten Abend wurden viele alte und neue Bekannte begrüßt. Nach dem Abendessen war es an der Zeit, das erste Mal das Tanzbein zu schwingen. Hierbei wurden sowohl altbekannte wie auch neue Tänze aufgelegt, sodass für jeden etwas dabei war.

Am Samstag Vormittag ging es nach dem Frühstück direkt mit dem Tanzen weiter, wobei auch Tänze wiederholt wurden, um sie zu festigen. Direkt im Anschluss ließ man noch einmal die Europeade in Namur/Belgien Revue passieren und sprach über die vielen tollen Momente und natürlich auch über die wenigen, die noch nicht ganz so glatt liefen. Die deutschen Vertreter im internationalen Europeadekomitee werden die Kritikpunkte beim nächsten Treffen vortragen, um so für eine noch bessere Veranstaltung zu sorgen. Danach kam das Gespräch auf die nächste Europeade 2018 in Turku/Finnland. Hier war ein Hauptpunkt, wie man die Anreise am besten organisieren kann.
Am Nachmittag war eine Stadtrundfahrt durch München organisiert, die in einem Besuch des Bayrischen Landtags gipfelte. Hier konnte auch der Plenarsaal besichtigt werden, wobei wir direkt den Platz des Landtagspräsidenten kapern konnten. Neben einer weiteren Besichtigung des Landtagsgebäudes erfuhren wir sehr viel über die Geschichte Bayerns und der Entstehung des Maximileaneums. Der Abend fand dann einen sehr schönen Ausklang im Augustinerkeller, bei dem es neben bayrischen Leckereien auch Musik zum Tanzen gab.

Der Sonntag stand dann ganz im Zeichen der Wiederholung der Tänze von den Vortagen, bevor Rüdiger Hess, 1. Vorsitzender des deutschen Europeadekomitees, das Schlusswort hatte und sich bei der RTG München für die gelungenen Tage im Namen aller Teilnehmer bedankte. Nach dem Mittagessen begann dann das große Abschiednehmen.

Auch wir möchten uns für das tolle Wochenende bedanken und freuen uns schon den ein oder anderen auf den Folklore-Festivals dieser Welt oder bei einer anderen Gelegenheit wiederzusehen.