Author Archives: Georg Chatzigeorgiou

Der Folklorekreis Gütersloh on tour. Pünktlich um 7:00 Uhr, am Samstag den 13. April, ging es vom Parkplatz des Schulzentrum Süd in Sennestadt in Richtung Süden. Vorerst 20 Personen vom Folklorekreis Gütersloh, sowie ein Paar der Brunswiker Tanzliut aus Braunschweig, freuten sich auf die folgenden 10 Tage im Süden von Europa. Was würde sie alle erwarten? In Folge die Erlebnisse und Aktivitäten auf der Reise an die ligurische Küste von Italien.

Ein Zwischenstopp am ersten Tag wurde überraschenderweise in Rothenburg ob der Tauber gemacht. Zwei Stunden konnten sich die Mitfahrer innerhalb der alten Stadtmauer die Beine vertreten und sich in den vielen weihnachtlichen und kunsthandwerklichen Läden von der Vielzahl an Angeboten begeistern. Die bunt geschmückten Osterbrunnen waren die ideale Kulisse für ein Gruppenfoto.

Anschließend ging die Fahrt weiter in Richtung Lindau. Dort in der Jugendherberge war die Zwischenübernachtung auf der Reise nach Italien. Dort kamen auch 6 weitere Reiseteilnehmer aus München und Augsburg hinzu. Der Abend stand ganz im Sinne des Tanzen. Das Programm für das 4tägige Festival musste noch einmal geprobt werden. Rechts und links und rund im Kreis. Walzerschritt und schwungvolle Polka. Nach zweieinhalb Stunden harten Trainings hatten sich alle einen leckeren Drink an der Hausbar verdient.

Am nächsten Morgen, der Himmel weinte Freudentränen, ging es weiter durch Österreich, Lichtenstein und der Schweiz, über und durch schneebedeckte Berge, nach Italien.

Weiter nach Mailand und Genua bis man schließlich am Ziel in Diano Marina am Mittelmeer ankam.

Das Hotel Astra war für die nächsten Tage der Ausgangspunkt für die Tänzer und Musiker vom Folklorekreis Gütersloh. Nach anfänglichen Schwierigkeiten zwischen dem Veranstalter des Festivals und dem Hotelinhaber konnten alle ihre Zimmer beziehen. Jedes mit einem kleinen Balkon, der bei dem schönen Wetter ein willkommenes Fleckchen darstellte. Nach einem kurzen Spaziergang durch den Ort und einem leckeren Abendessen im Hotel, stand noch einmal Tanzen auf dem Programm. Eine Stunde lang wurden nochmals überwiegend die Tänze geprobt, die noch nicht so gut saßen. Der gesellige Abend im Anschluss an der Hotelbar war ideal zum weiteren Kennenlernen der mitreisenden Gäste. Am Morgen wurde noch einmal das Tanzprogramm auf dem nahe liegenden Parkplatz geübt. Viele der Passanten und Bewohner schauten sich von der Straße oder ihren Balkonen das bunte Treiben der schwungvollen deutschen Tänzen an.

Danach nutzten viele die Zeit den Ort Diano Marina zu erkunden. Bei strahlend blauen Himmel und einer starken Brise vom Meer aus, war die Strandpromenade ein sehr schöner Ort für einen Spaziergang. Mutige wagten sich mit den Füßen ins Meer. In der Fußgängerzone lockten Patisserien zu leckeren Kuchen und kunstvoll gestalteten Törtchen mit Kaffee, Expresso und italienischen Cappuccino zum Verweilen ein. Am Abend fand ein Treffen aller Gruppenleiter mit den Organisatoren statt. Dort gab es die Informationen über den Ablauf des gesamten "International Folklore Festival Diano Marina - Sanremo - Cannes 2019". Während dessen wurde im Hotel wieder das Wort "Geselligkeit" groß geschrieben. In fröhlicher Runde bis spät in die Abendstunden ging wieder einmal ein schöner Tag zu Ende. Am Dienstag war der Tag für Sightseeing vorgesehen. Während des Frühstückes wurde als erstes einmal dem Geburtstagskind Andreas ein Ständchen gebracht, bevor es dann im Buskonvoi in Richtung Frankreich ging. Die Parfümerie Fragonard in Èze war das erste Ziel an diesem Morgen. In Form einer Führung wurde den Besuchern die einzelnen Schritte der Parfümherstellung  erklärt. In einem Riechspiel konnten die Teilnehmer verschiedene Gerüche ihren Ursprüngen zuordnen. Am Ende konnte sich jeder, wie er wollte mit verschiedenen Produkten der Parfümfabrik eindecken. Dabei fiel vielen die Wahl des richtigen Duftes schwer.

Weiter ging es mit dem Bus nach Nizza. An der berühmten  Promenade des Anglais konnten die Reisenden aussteigen und die Stadt auf eigene Faust erkunden. Die einen spazierten durch die Altstadt. Die anderen spazierten entlang der Promenade und wieder andere probierten in einem gemütlichen Restaurant die französische Küche oder tranken in einem der vielen Cafés einen Kaffee. Am Nachmittag ging es dann weiter in das Fürstentum Monaco und in die berühmte Stadt Monte Carlo mit ihrem genauso bekannten Casino und dem Hotel de Paris. Bewundert wurden die vielen Nobelkarossen und die vielen Jachten der Reichen, die im Hafen lagen. Leider war durch das hohe Verkehrsaufkommen und der vielen Umleitungen die zur Verfügung stehende Zeit ein wenig knapp. Gerne hätte man sich den Palast der Grimaldis sowie die Altstadt ebenfalls angesehen.

So wurde um 19:00 Uhr die Rückfahrt zum Hotel angetreten. Wie besprochen, wartete das leckere Abendessen auf seine Gäste. Ein wundervoller Tag für alle Teilnehmer dieses Festivals. Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der Musik und des Tanz. Am Morgen fuhr man gemeinsam im Buskonvoi in Richtung Sanremo. In der Fußgängerzone, vorbei am bekannten Casino ging es in einem Festumzug bis zum bekannten ARISTON Film Theater. Immer wieder blieb der Zug stehen und die verschiedenen Folklore- und Trachtengruppen aus Österreich, Ungarn, Mexiko, Kolumbien, der Ukraine, der Slowakei, Portugal, Italien und Deutschland zeigten in ihren traditionellen Trachten ihre Tänze. So auch der Folklorekreis Gütersloh. Vor dem ARISTON zeigte jeder Gruppe noch einmal einen kleinen Ausschnitt aus ihrem Repertoire.

Gemeinsam ging es danach mit der Nationalflagge und Gruppenschild zum Casino von Sanremo. Dort versammelt wurde ein Foto aller Gruppen gemacht. Ein Trubel der seines Gleichen sucht. Die Anzahl der Fotografen und Fotografinnen waren kaum zu zählen. Das Aufgebot kann nicht viel geringer gewesen sein als bei den üblichen Festspielen in dieser Region. Weiter ging die Fahrt in die französische Filmstadt Cannes. An dem berühmten Boulevard de la Croisette hatte jede Tanzgruppe eine Stunde Zeit ihr Programm den vielen Gästen, Touristen und Einheimischen zu präsentieren. Bei strahlendem Sonnenschein direkt am Meer zeigten die Gütersloher und ihre Gäste westfälische Tänze, die sie eigens für diese Promenade einstudiert hatten. Ein Feeling der Extraklasse, trotz Spaziergängern und eiligen Passanten, die keine Zeit zum Verweilen und genießen hatten. Anstrengend, aber auch toll war die Darbietung auf diesem wohl bekanntesten Boulevard in Europa. Natürlich durfte am Ende das Gruppenfoto auf dem berühmten roten Teppich in Cannes nicht fehlen.

Ein super toller Tag ging mit der Heimfahrt in Hotel zu Ende, welches sehr flexibel mit dem Abendessen war und die Gäste auch zu fortgeschrittener Stunde noch bestens und freundlich bewirtete. Am letzten Tag des Festivals in Diano Marina stand am Morgen der Empfang im Rathaus auf dem Programm. Pünktlich um 11:00 Uhr waren die Delegierten aller teilnehmenden Gruppen eingetroffen. Nach den obligatorischen Pressefoto und den Ansprachen des Stadtvertreters, der Polizeipräsidentin und des Kulturbeauftragten, gab es einen vorbereiteten Imbiss und verschiedenartige Getränke.

Am Nachmittag zogen dann alle Nationen in einem Straßenumzug zur Bühne auf der Strandpromenade von Diano Marina zur großen Abschlussveranstaltung. Die Organisation eines geordneten Umzuges ist sicherlich nicht ganz einfach, wie die Akteure vor Ort erfahren mussten. Aber die Stimmung bei den Güterslohern war trotz allem ungetrübt. Auf der Hauptbühne startete um 16:00 Uhr das vielversprechende internationale Folkloreprogramm. Beginnend mit den Mexikanern aus den USA und den Kolumbianischen Gäste aus London ging es weiter mit vielen anderen folkloristischen Tanz- und Trachtengruppen aus Europa. Jeder präsentierte in etwa 15 Minuten einen Teil seines nationalen Tanz- und Musikprogramm. Dabei war von Czardas über Ukrainischem Gesang und Schuhplattlern, Ländlern, Kreis- und Vierpaartänzen alles zu sehen. Vier Stunden dauerte das abwechslungsreiche Programm und ließ keine Langeweile aufkommen.

Zum Abschluss fanden sich alle Vertreter nochmals mit Ihren Landesfahnen und Gruppenschildern zur großen Verabschiedung auf der Bühne ein. Ein Pokal und ein Bild nahm jede Gruppe als Andenken an das "Internationale Folkore Festival Diano Marina - Sanremo - Cannes 2019" mit nach Hause. In ausgelassener Stimmung traten alle Teilnehmer den Rückweg zu ihrem Hotel an.

So auch der Folklorekreis Gütersloh, der  nach dem Abendessen nochmal mit der mexikanischen und kolumbianischen Gruppe bei Samba und Salsa bis tief in die Nacht feierte. Da die Ostwestfalen und ihre Gäste den Aufenthalt an der ligurischen Küste bis Ostersonntag verlängert hatten, wurde das Programm der beiden letzten Tage selber gestaltet. So fuhr man am Karfreitag als erstes nach Cervo, einem kleinen Dorf mit seiner Kathedrale San Giovanni.

Ein kleines Dorf mit engen Gassen und vielen kunsthandwerklichen Geschäften. In einem Cafe mit traumhaftem Blick über die ligurische Küste verweilten einige bei einem Expresso, Latte oder ähnlichem bevor die Weiterfahrt zur Grotte di Toirano begann.

Der Nachmittag, wieder im Hotel ASTRA, war zur freien Verfügung.
Jedes Jahr am Karfreitag, findet in Diano Marina eine Prozession mit den 14 Kreuzwegstationen durch die Fußgängerzone statt. Dieses Ereignis wollten sich einige aus der Gruppe nicht entgehen lassen. So trafen sich die Interessenten um 21:00 Uhr vor der Kirche Sant'Antonio Abate, um an der diesjährigen Prozession teilzunehmen. Obwohl die Zeremonie natürlich auf italienisch war, war der Leidensweg Jesu beeindruckend und besinnlich dargestellt. Wieder zurück im Hotel kam die große Überraschung. Die Musiker und Tänzer aus Gütersloh wurden gebeten, nochmal, am Samstag, mit nach Sanremo zu fahren und an dem dortigen Festumzug und Auftritt vor dem ARISTON teilzunehmen. Der Folklorekreis Gütersloh musste einen positiven Eindruck hinterlassen haben. Nach einer längeren Diskussion um das Für und Wider hatte man eine tanzbare Truppe zusammen. Also wurde entschieden, den nächsten Tag nochmals den Tag in Sanremo zu verbringen. Wer wollte konnte in Diano Marina bleiben und den letzten Tag in Italien selber gestalten. Am Samstag ging es dann nochmals mit dem Bus ins nahe gelegene Sanremo. Bei strahlend blauen Himmel tanzten und spielten die Ostwestfalen wie auch schon Tage zuvor in der Fußgängerzone  und vor dem ARISTON. Insgesamt sechs Gruppen aus Lettland, Bulgarien, Polen, den Niederlanden, der Schweiz und Finnland nahmen an diesem dritten Festival an der Mittelmeerküste teil. Schnell wurden neue Bekanntschaften, vor allem mit den Schweizern geschlossen.

Ein Internationales Festival ist eine ideale Gelegenheit neue Kontakte und Freundschaften zu finden und zu schließen. Die Weiterfahrt, zum zweiten Mal nach Cannes zu fahren, ersparte sich der Folklorekreis Gütersloh. Ein wenig Freizeit für die Erkundung von Sanremo war ein willkommene Alternative für den letzten Tag dieser italienischen Reise. Am Abend verabschiedeten und bedankten sich die Mitglieder und Gäste vom Folklorekreis Gütersloh von ihren beiden Betreuern Jovana und Nenad, die unterm Strich die eigentlichen Organisatoren dieses doch schönen internationalen Festivals waren. Am Ostersonntag hieß es dann wieder Abschied nehmen von einer sehr schönen Region Italiens. Pünktlich nach dem Frühstück wurde die Heimreise angetreten.Wieder über Genua und durch die Schweiz, entlang des San Bernadino, über schneebedeckte Berge in die Stadt am Bodensee. Dort verabschiedeten sich die mitgereisten Gäste  von der Riesengebirgs-Trachtengruppe-München und Luis, der jüngste Teilnehmer mit seiner Mama Katrin sowie Renate. Der Rest vom Folklorekreis Gütersloh genossen noch einen letzten Spaziergang auf der Insel in Lindau.

Am letzten Tag einer sehr schönen Reise ging es wieder über die bundesdeutschen Autobahnen zurück in die ostwestfälische Heimat. Wieder einmal ging eine gemeinsame Aktivität, bei der vor allem der Spaß an Musik und Tanz sowie die Geselligkeit an höchster Stelle standen, vorüber. Sicher ist, dass in nächster Zeit die neue Planung für ein neues internationales Folklorefestival 2020 im Ausland beginnen wird. Man darf gespannt sein, wohin die Reise gehen wird.

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Die Bilder zeigen eine Münsterländer Tracht, die neu angefertigt wurde.

Eine weiße Goldhaube aus dem Ravensberger Land.

Anfertigung einer Haube aus dem Teutoburger Wald.

Neue Haube und ein junger westfälischer Bräutigam

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Auch in diesem Jahr war wieder das Angebot für alle vom Folklorekreis Gütersloh, gemeinsam den Jahreswechsel zu begehen. So machten sich am zweiten Weihnachtsfeiertag Elf Tänzerinnen, Tänzer und Musikerinnen auf den Weg ins hessische Naumburg. Ein kleines romantisches Städtchen im Landkreis Kassel. Vier Ferienwohnungen waren die Herberge für sieben Tage und Ausgangspunkt für Ausflüge und Aktivitäten in die Region. In den gemütlich und hübsch eingerichteten Wohnungen fühlten sich alle schnell wohl. Ein gemeinsamer Partyraum war ideal für das gemeinsame Frühstück und für die geselligen Abende in froher Runde.

Am ersten Tag ging es in den Kurort Bad Wildungen. Bei einem gemütlichen Spaziergang, bei strahlendem Sonnenschein, durch die Altstadt und entlang der Kurkliniken bis zur Wandelhalle, genoss man später das Kaffeetrinken in einem gemütlichen Café.

Am Abend, in geselliger Runde, mundeten die selbst gekochten Nudeln mit der leckeren Bolognese. Aus Rücksicht auf den 1. Vorsitzenden wurden sogar die Paprika für die Soße aufwendig geschält. Rücksichtnahme im Folklorekreis Gütersloh ist halt selbstverständlich. Hochachtung! Der Abend setzte sich fort, mit dem Versuch einer Feuerzangenbowle mit Weißwein. Ein voller Erfolg, wie sich später herausstellte. Plötzlich ein Poltern. Georg stolperte mit blauem Auge, einer Platzwunde am Kopf und offenem Beinbruch in den Raum. Er war gefallen und hatte sich gerade noch bis zum Partyraum schleppen können. Dann brach er ohnmächtig zusammen. Was war zu tun? Der Schreck stand vielen ins Gesicht geschrieben. Margot, seine Frau, panisch, wollte ihm gleich ein Glas Wasser ins Gesicht schütten. Sie kannte sich damit aus. Gabriele wusste gleich: „Wir müssen das Hosenbein weiter aufschneiden“. Katrin hing sofort am Telefon und wolle die 112 anrufen. Andrea und Gabriele brachten den Verletzten in die stabile Seitenlage und legten einen Druckverband an. Alle diese Geschehnisse wurden von unseren Rot-Kreuzlern, die die Szene konstruiert hatten, beobachtet und entsprechend kommentiert. Nachdem der Verletzte gut versorgt war und alle sich vom Schreck wieder erholt hatten, gab es ein paar Fragen zum Thema erste Hilfe, die unsere Jüngsten vorbereitet hatten. Ein abendfüllendes Programm, wie sich herausstellte. Es tat gut, einmal wieder etwas über das Ersthelfer-Thema zu erfahren.

Nach einem ausgiebigen Frühstück, ging es am nächsten Morgen nach Kassel. Einige hatten das Bedürfnis ein wenig shoppen zu gehen. Im City-Point-Center wurde man dann auch fündig. Wer lieber Out Door shoppen wollte, amüsierte sich auf den verschiedenen Märchen- und Weihnachtsmärkten, die noch geöffnet waren.

Wieder zurück in Naumburg stand nach einem gemeinsamen Kaffeetrinken, mit leckeren mitgebrachten Kuchen, die Besichtigung der Naumburger Keller auf dem Programm. Ein Angebot der Stadt Naumburg, bei der einige Bürger ihre Kellergewölbe öffneten. Düstere Kellergewölbe, in denen die Bewohner Geschichten über die Bauweise und Vergangenheit Naumburgs erzählen. Einige boten kleine Speisen an, andere wiederum Wein. In anderen Kellern konnte man den Klängen des hiesigen Gesangsvereins lauschen. Das Ganze ist ein empfehlenswertes Angebot für Touristen und Interessierte aus der Region.

An diesem Abend wurde wieder besonders lecker gekocht. Danach wurden die mitgebrachten Spiele auf den Tisch gepackt. Concept, ein Spiel, bei dem Begriffe mit Hilfe von Symbolen erklärt werden mussten. Nicht ganz so einfach, wie sich herausstellte. Mysterium, das zweite Spiel, in dem ein Täter in einem Mordfall gefunden werden musste. Auch in diesem Spiel waren die Hinweise nicht immer eindeutig, was zu viel Belustigung führte. Aber am Ende wurde natürlich auch hier der Täter gefunden.

Geselligkeit und Spaß sind einfach zwei Grundziele, die den Mitgliedern vom Folklorekreis Gütersloh sehr wichtig sind. Der Samstagvormittag stand zur freuen Verfügung. Um 13:30 Uhr sollte die Gruppe zu einer Stadtführung abgeholt werden. Pünktlich trafen sich alle vor der Tür. Der Stadtführer ließ etwas auf sich warten. Das ist für den geübten Folklorekreis natürlich kein Problem. Kurzer Hand wurden Melodien angestimmt und man tanzte auf dem Bürgersteig Haschual und Bäumchen. Sehr zur Freude der Vermieter der Wohnungen. Uwe Bächt war der Stadtführer, der allen Teilnehmern einiges über die hessische Kleinstadt Naumburg erzählen konnte. Unter anderem, dass die Stadt seit 1995 anerkannter Kneippkurort ist. Über das Friedhofstor sowie auch über viele Fachwerkhäuser gab es interessante Geschichten zu erzählen. Teile der ehemaligen Stadtmauer waren zu besichtigen. Vieles über die Streitigkeiten zwischen den Katholiken und Protestanten, die zur Reformationszeit gerade vom Erzbistum Mainz, natürlich nicht gern gesehen wurden. 1684 brannte die Stadt bis auf ein Haus völlig nieder. Danach wurde sie auf den alten Fundamenten neu errichtet. Naumburg, eine Stadt der Grimm’schen Märchen, hat natürlich einen Märchenbrunnen. Da das Wasser im Winter abgelassen wurde, war es für eine Prinzessin, mit ein wenig Unterstützung der Herren, kein Problem dem verwunschenen Frosch einen Kuss zu geben. Leider wurde aus dem Frosch bis zur Abreise kein hübscher Prinz. Gott sei Dank, aus unserer Prinzessin auch keine Froschdame.

Nach etwa 1 ½ Stunden, waren alle gut informiert und reichlich durchgefroren. Ein heißer Kaffee und das passende Stück Kuchen waren da natürlich die ideale Abwechslung und eine sehr willkommene Stärkung. Am Sonntag, nach dem Frühstück fuhr man an den Edersee, der ganz in der Nähe liegt. Das Waldecker Schloss war das erste Ziel. Der ein oder andre wurde, wohl wegen seines Verhaltens, an den Pranger gestellt. Das Vergehen wird natürlich aus datenschutzrechtlichen Gründen hier nicht veröffentlicht. An der Kanone stellte sich die Knaller-Gruppe zum Foto auf. Es herrschte bei allen Beteiligten eine Bombenstimmung.

Weiter ging es zur Edersee-Staumauer. Die 45 Meter Hohe und 400 Meter lange Staumauer staut den Fluss Eder zum drittgrößten Stausee Deutschlands. Der Wasserstand des Sees war, wie im Winter üblich, niedrig. Allerdings auf Grund des heißen Sommers immer noch weit unter normal. Ein Spaziergang über den Damm, bei strahlendem Sonnenschein, war lustig und machte Spaß, weil jeder einen entsprechenden Spruch oder Anekdoten auf den Lippen hatte. Am Ende deckte man sich noch mit einigen Flaschen köstlichem Stachelbeer- und Sauerkirsch-Wein ein.

Das Abendessen wurde am nahegelegenen Hasenacker zu sich genommen. Ein Restaurant, lecker und preiswert, ohne Frage.

Am Silvestertag stand die Stadt Korbach auf dem Programm. Morgens wurden schnell noch ein paar Kleinigkeiten für das abendliche Raclette eingekauft. Bei einem Spaziergang durch die Fußgängerzone von Korbach fanden einige Damen, sogar am letzten Tag des Jahres, noch etwas Hübsches zum Anziehen. Nach einem Rundgang durch die Altstadt von Korbach ging es zurück nach Naumburg.

Nach dem Kaffeetrinken zog man sich ein wenig zurück, um sich für den Silvesterabend vorzubereiten. Die einen nutzten die Zeit für ein neu erworbenes Spiel, die anderen lauschten ihrem Inneren. Um 19:00 Uhr ging es dann los. Alle trafen sich im Partyraum zum Krimispiel: „Das Feuer der Diamanten“ Es ist ein wunderschöner Tag. In einer kleinen Stadt, irgendwo in der Nähe von Moskau, gibt Viktor Lasarew, Russlands mächtigster Diamantenbaron, die Hand seiner Tochter dem ätherisch schönen Sohn, seines indischen Geschäftspartners. Doch der Bräutigam wird seine Braut nicht mehr in ihrem Hochzeitskleid sehen! Es wurde sein Leichnam gefunden.

Der Abend wurde interessant und lustig. Es wurde ausnahmslos sehr viel gelacht und natürlich auch getrauert und geweint. Jeder der Beteiligten spielte seine Rolle perfekt. Um den zukünftigen Spielern, den Spaß nicht zu verderben wird an dieser Stelle nicht mehr verraten. Es ist selbstverständlich, dass hier auch keine Auflösung des Falls preisgegeben wird. Fakt ist, dass der Abend wie „im Fluge“ verging und man den Täter oder Täterin erst kurz vor 24:00 Uhr gefunden hatte. Pünktlich zum Jahreswechsel knallten die Korken und alle fielen sich in die Arme und wünschten sich ein frohes neues Jahr.

Am ersten Tag des Jahres ging es nach dem Frühstück wieder Richtung Heimat. Ein Abschiedsfoto wurde geschossen und alle waren sich einig. Es war eine schöne Zeit zusammen mit Freunden in das neue Jahr zu gehen.

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Es weihnachtet wieder, oh weiher, oh weiher. Der Folklorekreis trifft sich bei Ohlemeyer. Für Geschichten aus der Weihnachtszeit
sind alle Anwesenden wohl bereit.
Erzählt von Peter, stehend am Pult,
hören alle gespannt mit Geduld. Er erzählt über Leute aus Stenkefeld,
die scheinbar haben sehr viel Geld.
Am  1. Advent, so wird es berichtet,
beleuchten sie alles, vom Weltraum man´s sichtet.
Eine Kerze mit besinnlichem Licht,
reicht den Stenkefelder Bürgern nicht.

Nach Wildschweinbraten und Hähnchenbrust,
bekommt man auch auf Dessert Lust.
Nach Vanilleeis und Spekulatiuscrem,
macht es sich so mancher bequem.

 

 

 

 

 

 

Auch das Gespräch am Tisch findet statt,
das Essen hat schließlich alle satt gemacht.

Auch Hedwig hat ein Rätsel gebracht.
Die Antwort zur Perfektion wird dargebracht.
Gibt´s den perfekten Mann im Leben?
Oder auch den Weihnachtsmann daneben?
Die Frau allein ist die Perfektion,die Frage ist nur, wer glaubt das schon?

 

 

 

 

 

 

 

Natürlich auch das Weihnachtssingen,
kann im Folklorekreis gelingen.

 

 

 

 

 

 

Begleitet von Gitarren- und Flötenklang,
klingt im Saale der weihnachtliche Gesang.

Gesungen wird unterm Tannenbaum,
man kann´s erkennen, es ist ein Traum.

 

 

 

 

 

Leon unser kleiner Wicht,
erkennt sehr schnell seine jährliche Pflicht.
Jeder hat ein Geschenk mitgebracht
und hat sich sehr viel Mühe gemacht.
Ob Süßigkeit oder Kerzenlicht,
Kuscheldecke oder auch nicht.
Jeder bekommt eine schöne Gabe,
das ist natürlich überhaupt keine Frage.

 

 

 

 

 

 

Die Story von Katrin,
aus der Zeitung gelesen.
Was ist da im Stall in Bethlehem gewesen?
Ein Säugling gefunden vom Jugendamt und Polizei
und die minderjährige Mutter war auch noch dabei.
Ein Mann der fraglich der Vater war,
drei Ausländer, wohl Reisende, waren auch noch da.
Alle wurden erstmal in Gewahrsam genommen.
Was sind das für Geschichten,
woher sind sie gekommen?
Belustigt sind alle der anwesenden Gäste,
eine moderne Story zum besinnlichen Feste.

 

 

 

 

 

 

Nun erwarten wir froh das Weihnachtsfeste
und wünschen allen nur das Beste.
Kommt alle gut rüber ins neue Jahr
damit es so gut wird, wie das alte war.

 

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Circa 7 Stunden Tanz und Musik bildeten am Wochenende den Auftakt für etwa 40 Tänzerinnen und Tänzer sowie  Musikerinnen und Musiker aus dem Kreis Gütersloh zur Teilnahme an der Europeade im hessischen Frankenberg.

Im Forum des Carl-Miele-Berufskolleg trafen sich die Folkloristen, zu denen auch der Folklorekreis Gütersloh e.V. gehört, um gemeinsam das Programm für das größte europäische Folklorefestival zu erstellen und erstmals zu proben.
Vom 17. bis 21. Juli 2019 findet in der hessischen Kleinstadt die alljährlich wechselnde Europeade statt.
Eigens für dieses Mega Event treffen sich die Gütersloher Tanzgruppen mehrmals um gemeinsam ein circa halbstündiges Programm auf die Beine zu stellen.
Tänze aus der ostwestfälischen Region sind dabei das Hauptmerkmal der Darbietung.
In der Vielzahl der verschiedenen Trachten liegt das Hauptaugenmerk.
Ein Hingucker für Jedermann.
So freuen sich die Gütersloher auf die Teilnahme der 56. Europeade in Frankenberg mit der Aussicht auf neue und alte Begegnungen,  deutscher und europäischer Kulturen.

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Folklorekreis Gütersloh e.V. bei der Jahreshauptversammlung der CIOFF-Deutschland

Am letzten Oktoberwochenende fand in Salzwedel die diesjährige nationale CIOFF-Jahreshauptversammlung statt. Eine Delegation des Vorstandes des Gütersloher Vereins hatte daran teilgenommen.
Der Folklorekreis Gütersloh e.V. war 2017 der CIOFF (International Council Of Organizations Of Folklore Festivals And Folk Art) beigetreten. Die Weltorganisation ist offizieller Partner der UNESCO und organisiert und unterstützt Folklorefestivals auf der Ganzen Welt. So wurde auf der Jahreshauptversammlung in Salzwedel unter anderem auch über die Folkloriade 2020 in Ufa/Russland gesprochen. Alle 5 Jahre findet dieses größte internationale Folklorefestival irgendwo in der Welt statt. Die letzte zum Beispiel in Mexico. Jede teilnehmende Nation entsendet eine Folklore- oder Trachtengruppe, zur Repräsentation ihres Landes, zu diesem riesigen Event. Natürlich stand nicht nur die Folkloriade 2020 auf der Tagesordnung, der CIOFF- Deutschland. So wurden auch die stattfindenden Festivals in Deutschland vorgestellt. Egal ob in Schlitz, in Kröv, in Bautzen, in Rudolstadt, in Bitburg oder in Schwalenberg. In ganz Deutschland verteilte internationale Folklorefestivals sind Anziehungspunkte für Gäste aus Nah und Fern.
So wird auch der Folklorekreis Gütersloh e.V. im kommenden Jahr wieder auf internationalen Festivals zu sehen sein. Im April geht die Reise zum „International Folklore Festival Diano Marina“ in Italien. In Sanremo, Cannes, Nizza und Monaco werden die Tänzer und Musiker die ostwestfälische Region und die Stadt Gütersloh repräsentieren.
Die Begegnung mit anderen Folkloristen ist immer wieder eine Bereicherung für die Teilnehmer internationaler Folklorefestivals. Ebenso die Geselligkeit und der Spaß am gemeinsamen Musizieren und Tanzen ist vor allem für die Mitglieder vom Folklorekreis Gütersloh e.V. ausschlaggebend. Ein sehr wichtiger Aspekt um beim Folklorekreis Gütersloh mit zu machen ist, dass alle Mitglieder, egal ob Tänzer oder Musiker, alleine oder als Paar ausschließlich Amateure sind. Der reine Spaß am Tanzen und Musizieren verbindet. So kommen die Mitglieder mittlerweile nicht grundsätzlich aus Gütersloh, sondern aus allen Himmelrichtungen von Bielefeld bis Rheda-Wiedenbrück und von Herzebrock bis Lippstadt.

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Vom 19. bis 22. Juli fanden in diesem Jahr die alljährlichen Prager Folkloretage statt. Eines der größten internationalen Folklorefestivals in Europa. 50 Gruppen aus der ganzen Welt trafen sich in Prag um der historische Metropole im Herzen von Europa für 4 Tage ein spezielles Ambiente zu bieten. So kamen Gruppen aus Estland, Belgien, Österreich, Dänemark, Portugal, Spanien, der Slowakei und sogar aus Taiwan und China sowie erstmalig auch eine Gruppe aus Australien nach Prag. Der Folklorekreis Gütersloh wollte da nicht fehlen. So ging es am Donnerstag in der Frühe mit dem Reisebus der Firma Wittler in Richtung Süd-Osten.

Ein vorerst jähes Ende nahm die Reise als es auf der A38 hinter Nordhausen zur Vollsperrung der Autobahn kam. Die Aussicht auf ein schnelles Weiterkommen und die Einhaltung des Terminplans waren rasch verflogen.

Was für eine Premiere war es da, auf der Autobahn Doudlesbka Polka und Fröhlicher Kreis zu tanzen. Wie man sich vorstellen kann, sehr zur Abwechslung der anderen Stauteilnehmer. Nach 3 ½ Stunden Warten, ging es dann endlich weiter in Richtung Dresden und zur tschechischen Grenze. Wohl erhalten kamen alle, ein wenig verspätet,  im Hotel Ramada direkt am Wenzels Platz in der Innenstadt von Prag an. Am nächsten Tag um 10:30 Uhr waren Delegationen von allen teilnehmenden Gruppen zum offiziellen Empfang ins historische Rathaus von Prag eingeladen worden. Eine Geste, die bei allen Folklorebegeisterten als sehr positiv empfunden wurde. Eine Wertschätzung der heimischen Kultur, die in unserer Region leider verloren gegangen zu sein scheint.

Um 13:20 Uhr stand auf der Malostranské námesti Bühne, auf der anderen Moldau Seite, der erste Auftritt der mitgebrachten Tanzfolgen auf dem Programm. Die Tänze aus der ostwestfälischen Heimat kamen beim Publikum begeisternd an. So wurde den Tänzern und Musikern mit viel Applaus und sogar Glockenklang (durch die Schweizer Teilnehmer) gedankt.

Nach einer kurzen Verschnaufpause und das Frischmachen im Hotel ging es am Abend nach dem Abendessen, ins „IMAGE BLACK LIGHT THEATRE“. Dem Publikum wurde eine Vorstellung in lichttechnischer Perfektion geboten. 1 ½ Stunden wurden die Zuschauer ins ferne Afrika entführt, wo auch ein vermeintlicher Postbote als verkleideter Portier vom Hotel Africa, seine liebe Mühe mit einem nicht ganz perfekten Paar hatte.

Am Samstag stand ein großer Festumzug auf dem Programm. Pünktlich um 9:30 Uhr traf man sich auf dem Prager Altstadtring, einem großen Platz vor der Rathaus der Stadt. Es war noch viel Zeit für viele schöne Fotos mit Teilnehmern anderer Gruppen. Spaß pur, konnte man dazu nur sagen, wie auch die vielen Aufnahmen wiederspiegeln.

Um 10:30 Uhr machte sich ein bunter Zug von über 50 Folklore- und Trachtengruppen auf den Weg durch die Prager City. Ein sehr dankbares Publikum stand am Straßenrand. Applaus und Bravorufe waren keine Seltenheit. Ein immer wieder erfreuliches Gefühl für die Mitglieder vom Folklorekreis Gütersloh.

Nach einer kurzen Pause war der zweite Auftritt um 14:00 Uhr auf der Rudolfinem Bühne am Ufer der Moldau geplant. Auch dieses Programm aus dem Repertoire der Gütersloher Gruppe kam sehr gut beim Publikum an. Immer wieder ein Highlight ist der Krüz König am Ende des letzten Blocks.

Damit die Tänzerinnen und Tänzer sowie die Musikerinnen und Musiker aus Gütersloh ein paar mehr Informationen über Prag erhalten, beschloss man, mit einer touristischen Sightseeing-Bahn eine Stadtrundfahrt zu machen. Abfahrt war um 17:30 Uhr am bereits bekannten Altstadtring. Reichlich durchgeschüttelt ging die Fahrt durch drei von vier Prager Stadtteile. Unter anderem natürlich auch auf den Burg Berg auf der anderen Uferseite der Moldau. Sehr langsam krackselte die kleine Bahn die engen Gassen zum Berg Hradschin hinauf. Vorbei an der spektakulären Prager Burg, der St. Vitus Cathedrale, St. Georgis Basilika und Golden Lane.

Am Abend war ein gemeinsames Abendessen mit allen anderen teilnehmenden Gruppen geplant. Also machten sich die Akteure vom Folklorekreis Gütersloh, wie gewünscht wurde, in Tracht auf den Weg vom Hotel in das typische tschechische „U Fleku Restaurant“.

Sicherlich von den Organisatoren eine gut gemeinte Idee. Allerdings stellten die Ostwestfalen schnell fest, dass sie die einzige Gruppe in Tracht waren und die Wartezeit auf Getränke und Essen unter Umständen eine Geduldssache sein kann. Fazit: In Punkto Service und vor allem Freundlichkeit haben die Prager Gastronomen noch einiges zu lernen. So waren alle Gütersloher der Meinung, dass man auf dieses gemeinsame Abendessen hätte gerne verzichten können. Nach einem leckeren Frühstück im Ramada Hotel am nächsten Morgen trat man wieder die Heimreise an. Es soll Folkloristen geben, die bekommen nie genug. So wurde dem Busfahrer Johannes auf einem Rastplatz das Fliegen der Damen gezeigt.

Kurz nach 20:00 Uhr traf man wieder am Ausgangspunkt der Reise in Sennestadt an. Nachdem alle ihr Gepäck umgeladen hatten, freuten sich alle auf einen gemütlichen Rest-Sonntag-Abend auf dem Sofa.

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